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A1 Einhausung Schwamendingen mit Ueberlandpark und Sanierung Schöneichtunnel

Copyright: Mattia Lanini, Lombardi
Die Einhausung der Autobahn durch Zürich Schwamendingen überdeckt in Verlängerung des sanierten Schöneichtunnels – auf gut einem Kilometer Länge und über eine Breite von dreissig Metern – die Strasse, befreit die umliegenden Quartiere von Lärm und Abgasen und schafft einen grosszügigen, öffentlich zugänglichen Freiraum. Mit dem sogenannten Ueberlandpark und der Begrünung der Wände wird das Infrastrukturbauwerk zum neuen Landschaftselement zwischen dem Zürichberg und dem Flussraum der Glatt.
Einhausung, Ueberlandpark und die Eindeckungen des Schöneichtunnels im Bereich Waldgarten schliessen stadträumliche Leerstellen, verbinden bisher getrennten Quartiere und schaffen vielfältige und biodiversitätsfördernde Erholungs- und Lebensräume. Nach langer Planungs- und Bauzeit wird aus einer Lärmschutzmassnahme eine Stadtreparatur mit gestalterischem, ökologischem und sozialräumlichem Mehrwert.
Einhausung, Ueberlandpark und die Eindeckungen des Schöneichtunnels im Bereich Waldgarten schliessen stadträumliche Leerstellen, verbinden bisher getrennten Quartiere und schaffen vielfältige und biodiversitätsfördernde Erholungs- und Lebensräume. Nach langer Planungs- und Bauzeit wird aus einer Lärmschutzmassnahme eine Stadtreparatur mit gestalterischem, ökologischem und sozialräumlichem Mehrwert.





















Copyright général des plans / schémas / graphiques: agps / Krebs und Herde
Copyright: Bänziger Partner, Zürich
Textes Critères de Davos
Gouvernance
Das schweizweit einzigartige Projekt Einhausung und Ueberlandpark wurde im dialogorientierten, kooperativen und überdurchschnittlich interdisziplinären, werkübergreifenden Zusammenspiel vieler Akteure während der über zwanzig Jahre dauernden Planungs- und Bauzeit entwickelt: Initianten aus dem Quartier, die gemeinschaftliche Bauherrschaft und Behörden von Bund, Kanton und Stadt, Architekten, Ingenieure, Landschaftsarchitekten sowie eine Vielzahl Spezialisten und Unternehmer.
Fonctionnalité
Das einen Kilometer lange Infrastrukturbauwerk überdeckt eine sechsspurige Nationalstrasse und wurde während laufendem Betrieb der Autobahn auf schwierigem Baugrund über einem bestehenden Tramtunnel errichtet. Der neue Tagbautunnel schützt die Anwohner vor Lärm und Abgasen. In ihm und dem sanierten Schöneichtunnel rollt der Verkehr, geleitet und geschützt von komplexer Betriebs- und Sicherheitstechnik. Das Tunneldach als öffentlich zugänglicher Freiraum vernetzt die angrenzenden Quartiere.
Environnement
Das Betonbauwerk eliminiert die Emissionen der Autobahn, verbessert markant die Qualität angrenzender Wohnlagen und erlaubt die Nutzung seiner Dachfläche. Der Ueberlandpark schafft gemeinsam mit den begrünten Tunnelwänden einen öffentlichen, vielfältig nutzbaren und biodiversitätsfördernden Erholungs- und Lebensraum, der Niederschlagswasser speichert, eine kühlende Wirkung bei Hitze erzielt und dessen trockenheitsresistente Bepflanzung ohne künstliche Bewässerung auskommt.
Économie
Die nachhaltige Stadtreparatur durch die Einhausung führt zur stadträumlichen und ökonomischen Aufwertung der angrenzenden Quartiere und begünstigt deren Innenentwicklung und Verdichtung. Material und Konstruktion von Bauwerk, Zugängen, Parkeinbauten und auch die Vegetation sind ausgelegt auf Robustheit, Langlebigkeit und Einfachheit im Unterhalt. Einfache Massnahmen innerhalb der vorgesehenen Bauweise, wie die Aufrauhung der Aussenwände, erzeugen kosteneffizient einen gestalterischen Mehrwert.
Diversité
Die Einhausung zeigt sich auf vielfältige Art. Aus der Vogelperspektive als in das dichte Stadtgefüge eingebettete Grossform. Ihr Portal Aubrugg bildet das markante Tor zur Stadt und führt in den zweckdienlichen Tunnel. Dessen Entrauchungsbauwerke bilden überraschende Ausläufer im beruhigten Stadtraum. Als begrünte Stadtmauer wird sie vom Quartier aus wahrgenommen und der Ueberlandpark schafft ein einzigartiges Idyll mit einer Fülle von neuen Orten und Biotopen.
Contexte
Einhausung und Ueberlandpark verbinden als stadtlandschaftliches Element grossräumlich Zürichberg und Glatttal. Sie verzahnen sich durch Aufgänge, Unterführungen und flankierende Wege mit dem angrenzenden Stadtraum, verschliessen die Wunde der Verkehrsschneise und verbinden so das geteilte Quartier. Der Ueberlandpark bereichert das Quartier sozialräumlich durch seine Nutzungsvielfalt und den Pavillon.
Esprit du lieu
Mit diesem Langzeitprojekt, dem ‘Wunder von Schwamendingen’, wurde an einem einstigen Unort ein gänzlich neuer Ort geschaffen. Ein städtischer Naturraum, der in seiner Art einzigartig ist und sich dennoch gut ins Quartier einfügt. Die begrünte Wand wird zum neuen Nachbar, der Pavillon zum Quartiertreff und der Ueberlandpark zum grossen gemeinschaftlichen Garten in der immer urbaner werdenden Gartenstadt Schwamendingen.
Beauté
Die Rauheit des Betonfelsens, die Feinheit des Sichtbetons an den Portalen, die Vielfalt der Räume, das wilde, überbordende Grün des Parks, leuchtende Blüten im Sommer, karge Steppen im Winter, das Summen der Wildbienen, das Singen der Vögel, die eilenden und verweilenden Menschen, knirschende Wege, weiches Gras, plätscherndes Wasser, die Abwesenheit von Lärm, ein verbindendes Refugium.
Caractéristiques
Lieu
5081 Zürich Schwamendingen
Catégorie d'ouvrage (SIA 102)
Infrastructures de transport
Type de tâche
Nouvelle construction
Type de procédure
Concours
Type de concours
Concours sélectifs
Coût de construction en CHF (SIA 416)
648 Mio CHF inkl. Schöneichtunnel, inkl. Teuerung
Surface de plancher en m² (SIA 416)
Länge ca. 1'700 m inkl. Schöneichtunnel, Breite ca. 30m, Höhe bis zu 8m
Planification
2012 → 2025
Réalisation
2020 → 2025
Année de mise en service
2025
Soumissionnaire(s) | Intervenants
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