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Wohnbaugenossenschaft Fondligarten

Copyright: Tim Kurz
Die 2022 gegründete Wohnbaugenossenschaft Fondligarten verfolgt das Ziel, gemeinschaftliches und ressourcenschonendes Wohnen zu ermöglichen. 2023 übernimmt sie ein 1928 erbautes Einfamilienhaus im Baurecht der Stadt Dietikon. Durch einen sorgfältig gesetzten Anbau und gezielte Eingriffe im Bestand, wird das Gebäude in ein Zuhause für eine Wohngemeinschaft aus sechs Erwachsenen und vier Kindern transformiert. Die Planung basiert auf einem zurückhaltenden Umgang mit der Ressource Raum: kompakte Grundrisse, flexible Nutzungen und eine klare Gewichtung zwischen gemeinschaftlichen und privaten Bereichen schaffen ein Gleichgewicht zwischen Nähe und Rückzug.
Im Zentrum steht die Weiterentwicklung des Bestands. Nicht fachgerecht ausgeführte Elemente werden rückgebaut, tragfähige Strukturen erhalten und bauzeitliche Qualitäten gestärkt. Materialien werden nach dem Prinzip der Suffizienz gewählt: Holz, Schafwolldämmungen und Lehmwandheizungen reduzieren graue Energie und verbessern das Raumklima. Rückgebaute Bauteile mit guter Substanz finden im, zum Werkstattbereich umgebauten Schopf, neue Verwendung.
Der Anbau ergänzt das Haus in Masse, Typologie und Ausdruck, ohne dessen historische Identität zu überformen. Gleichzeitig schafft er Raum für ein gemeinschaftliches, zukunftsorientiertes Wohnmodell im ländlich geprägten Kontext. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie durch präzise, ressourcenschonende Massnahmen aus einem Einfamilienhaus ein langfristig anpassbares, ökologisch verantwortungsvolles und sozial vielfältiges Wohnmodell entstehen kann – ein Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Bestands.
Im Zentrum steht die Weiterentwicklung des Bestands. Nicht fachgerecht ausgeführte Elemente werden rückgebaut, tragfähige Strukturen erhalten und bauzeitliche Qualitäten gestärkt. Materialien werden nach dem Prinzip der Suffizienz gewählt: Holz, Schafwolldämmungen und Lehmwandheizungen reduzieren graue Energie und verbessern das Raumklima. Rückgebaute Bauteile mit guter Substanz finden im, zum Werkstattbereich umgebauten Schopf, neue Verwendung.
Der Anbau ergänzt das Haus in Masse, Typologie und Ausdruck, ohne dessen historische Identität zu überformen. Gleichzeitig schafft er Raum für ein gemeinschaftliches, zukunftsorientiertes Wohnmodell im ländlich geprägten Kontext. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie durch präzise, ressourcenschonende Massnahmen aus einem Einfamilienhaus ein langfristig anpassbares, ökologisch verantwortungsvolles und sozial vielfältiges Wohnmodell entstehen kann – ein Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Bestands.












Copyright général des photographies: Tim Kurz







Copyright général des plans / schémas / graphiques: baubüro in situ
Textes Critères de Davos
Gouvernance
Die Bauschaft wirkte punktuell im Planungsprozess sowie mit Eigenleistungen bei den Rückbauten sowie Ausbau des Schopfs mit. Im Zuge der Lehmarbeiten wurde ein Mitmach-Workshop für die Mitarbeitenden des Planungsbüros angeboten. Dies stärkte Mitwirkung und Identifikation der Bewohnenden und Planenden.
Fonctionnalité
Das Haus bietet eine nutzungsoffene Grundstruktur: private Bereiche sind flexibel zuschaltbar, sodass gemeinschaftliches Wohnen, Einfamilien- oder Generationen-wohnen möglich sind. Natürliche Materialien wie Schafwolle, Hanf und Lehm schaffen ein hochwertiges, gesundes Raumklima.
Environnement
Der Bestand wird erhalten und die zusätzliche Bodenversiegelung minimiert. Die neu eingesetzten Baumaterialien Holz, Lehm, Hanf, und Schafwolle reduzieren CO₂-Emissionen. Eine Erdsonde ersetzt den Öltank; die Haustechnik bleibt einfach und wartungsarm. Der Anbau verzichtet bewusst auf eine Unterkellerung und wird unterlüftet.
Économie
Die Weiternutzung des Bestands senkt Erstellungskosten; brauchbare Materialien werden wiederverwendet. Robuste, langlebige Bauteile reduzieren den Unterhalt. Das 60-jährige Baurecht und das genossenschaftliche Modell sichern bezahlbaren Wohnraum. Kostenkontrolle bleibt zentral, Wertschöpfung fliesst stärker in lokale Arbeit als in neues Material.
Diversité
Das Projekt ermöglicht eine lebendige Mischung von Wohnformen – vom Einfamilienhaus bis zum gemeinschaftlichen und generationenübergreifenden Wohnen. Gemeinschaftsräume wie Garten, Wohnküche und Werkstatt fördern Begegnung; die privaten Zimmer (Suiten genannt) bieten Rückzug und Ruhe und ermöglichen eine Entflechtung.
Contexte
Als Gebäude ausserhalb der Bauzone, umgeben von Landwirtschaftsflächen, benötigt das Projekt besondere Sensibilität. Der Erhalt des Bestands ermöglicht 30 % Mehrausnutzung gegenüber einem Ersatzneubau. Der Anbau ordnet sich dem Haupthaus unter und kombiniert regionale Merkmale wie Holzfilter mit zeitgenössischen Elementen wie Sitzfenstern.
Esprit du lieu
Das starke Engagement der Bewohnenden im Bauprozess, sowie das Eigentümermodell der Genossenschaft, führt zu hoher Identifikation mit dem Ort. Das Haus steht in engem Bezug zu den landwirtschaftlich geprägten Aussenräumen. Eingriffe bleiben behutsam und respektieren die ruhige, ortstypische Atmosphäre.
Beauté
Die klare, ruhige Grundform des Gebäudes wird weitergeführt. Unerwartete räumliche Momente wie Überhöhen ergänzen die traditionelle, landwirtschaftliche Architektursprache um zeitgemässe Elemente. Die bestehende Identität wird gestärkt und sensibel mit der Gegenwart verbunden.
Caractéristiques
Lieu
Dietikon
Catégorie d'ouvrage (SIA 102)
Habitat
Type de tâche
Agrandissement
Type de procédure
Appel d'offre
Coût de construction en CHF (SIA 416)
1'450'000
Surface de plancher en m² (SIA 416)
385
Planification
2022 → 2023
Réalisation
2023 → 2024
Année de mise en service
2024
Soumissionnaire(s) | Intervenants
Construction bois
Conception électrique
Technique du bâtiment
Génie civil