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Umnutzung Bezirksgericht Waldenburg - Neues Wohnen und Kultur im historischen Konglomerat

Copyright: Annette Fischer
Neues Wohnen und Kultur im ehemaligen Bezirksgericht in Waldenburg; Umnutzung eines historischen Konglomerats
Der Umbau des ehemaligen Bezirksgerichts in Waldenburg ist ein Beispiel für sorgfältiges Weiterbauen am Bestand. In enger Zusammenarbeit zwischen Eigentümerschaft, Denkmalpflege Baselland, lokalen Handwerkern und Architektinnen entstand aus einem historischen Ensemble aus zwei Wohnhäusern und einem Schopf aus dem 17. Jahrhundert hochwertiger, zeitgemässer und bezahlbarer Wohnraum. Vier individuelle Wohnungen wurden mit einfachen, pragmatischen und ressourcenschonenden Eingriffen aus den vorhandenen Strukturen entwickelt. Bestehende Eigenheiten blieben erhalten und prägen die neue Identität.
Ein zentraler Mehrwert liegt in der Öffnung des ehemals geschlossenen Hofes zur Gasse: Die abgesenkte Umfassungsmauer dient heute als Sitzbank, der Brunnen als Treffpunkt. So entstand ein öffentlicher Begegnungsraum, der zur Belebung der Altstadt beiträgt. Ergänzende Holzlauben stärken den Bezug zwischen privatem Wohnen und öffentlichem Raum. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie reduziertes Bauen nachhaltige Wohnqualität und städtebaulichen Mehrwert schafft.
Der Umbau des ehemaligen Bezirksgerichts in Waldenburg ist ein Beispiel für sorgfältiges Weiterbauen am Bestand. In enger Zusammenarbeit zwischen Eigentümerschaft, Denkmalpflege Baselland, lokalen Handwerkern und Architektinnen entstand aus einem historischen Ensemble aus zwei Wohnhäusern und einem Schopf aus dem 17. Jahrhundert hochwertiger, zeitgemässer und bezahlbarer Wohnraum. Vier individuelle Wohnungen wurden mit einfachen, pragmatischen und ressourcenschonenden Eingriffen aus den vorhandenen Strukturen entwickelt. Bestehende Eigenheiten blieben erhalten und prägen die neue Identität.
Ein zentraler Mehrwert liegt in der Öffnung des ehemals geschlossenen Hofes zur Gasse: Die abgesenkte Umfassungsmauer dient heute als Sitzbank, der Brunnen als Treffpunkt. So entstand ein öffentlicher Begegnungsraum, der zur Belebung der Altstadt beiträgt. Ergänzende Holzlauben stärken den Bezug zwischen privatem Wohnen und öffentlichem Raum. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie reduziertes Bauen nachhaltige Wohnqualität und städtebaulichen Mehrwert schafft.












Copyright général des photographies: Annette Fischer








Copyright général des plans / schémas / graphiques: Salathé Architekten Basel
Copyright: -
Textes Critères de Davos
Gouvernance
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen neuer Eigentümerschaft, Denkmalpflege Baselland, Behörden, lokalen Handwerkern und Architektinnen. Der offene, kooperative Prozess ermöglichte tragfähige Entscheidungen und eine sorgfältige Weiterentwicklung des historischen Bestands.
Fonctionnalité
Aus dem ehemaligen Bezirksgericht entstanden vier zeitgemässe, kostengünstige Wohnungen, ein öffentlich nutzbares Erdgeschoss und ein nutzungsoffener Schopf. Bestehende Strukturen wurden pragmatisch angepasst und neu organisiert, ohne ihre Eigenheiten zu verlieren.
Environnement
Das konsequente Weiterbauen am Bestand spart Ressourcen und graue Energie. Minimale Eingriffe, der Verzicht auf unnötige Dämmungen und die Weiternutzung vorhandener Bausubstanz stehen für einen suffizienten, nachhaltigen Umgang mit dem Gebäude.
Économie
Einfache, pragmatische Lösungen und der Einsatz lokaler Handwerker ermöglichten eine effiziente Umsetzung. Die Reduktion auf das Wesentliche schafft bezahlbaren Wohnraum und sichert eine wirtschaftlich tragfähige Transformation.
Diversité
Die vier Wohnungen unterscheiden sich in Grundriss und Charakter und spiegeln die Vielfalt des Bestands wider. Ergänzt durch kulturelle Nutzungen im Erdgeschoss und Nutzungspotentiale im Schopf entsteht ein lebendiges Ensemble mit unterschiedlichen Nutzergruppen.
Contexte
Das Projekt stärkt die historische Struktur des Stedtli Waldenburg. Der neu vom Kulturverein genutzte Schalterraum schafft Identität, Durch die Öffnung des Hofes zur Gasse wird das Ensemble städtebaulich eingebunden und leistet einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Altstadt.
Esprit du lieu
Spuren der früheren Nutzung bleiben sichtbar und prägen die Identität des Ortes. Der respektvolle Umgang mit dem Bestand bewahrt den Charakter des Ensembles und verbindet Vergangenheit und Gegenwart.
Beauté
Die architektonische Qualität entsteht aus Einfachheit, Angemessenheit und dem bewussten Umgang mit dem Bestehenden. Reduzierte Eingriffe, die Holzlaube und der geöffnete Hof erzeugen eine zurückhaltende, selbstverständliche Ästhetik.
Caractéristiques
Lieu
Waldenburg
Catégorie d'ouvrage (SIA 102)
Habitat
Type de tâche
Réutilisation
Type de procédure
Mandat direct
Coût de construction en CHF (SIA 416)
2'572'000.-
Surface de plancher en m² (SIA 416)
1.266
Planification
2022 → 2024
Réalisation
2023 → 2024
Année de mise en service
2024
Soumissionnaire(s) | Intervenants
Génie civil
Physique du bâtiment
Photographie
Construction bois