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Gärtnerhaus

Copyright: Kathrin Schulthess
Am südlichen Ende des Grünraums „Schwarzpark“ steht das Gärtnerhaus (1862), ein ehemaliges Ökonomiegebäude, das im kantonalen Inventar als schützenswert gelistet ist. Nach der Übernahme durch den Kanton 1991 blieb das Gelände unverändert; seit 2015 ist der Park öffentlich zugänglich und ein Großteil der artenreichen Wiesen steht unter Naturschutz. Der Verein „Gärtnerhuus“ mietet seit 1997 einzelne Räume und übernimmt kleinere Unterhaltsarbeiten.
Vier Jahre nach der offiziellen Parköffnung stellte der Grossrat Mittel für eine behutsame Renovation bereit. Ziel war, die historische Ausstrahlung zu bewahren und gleichzeitig die Bausubstanz zu erneuern, um neue, niedrigschwellige Nutzungen im Rahmen der sanften Öffnung des Schwarzparks zu ermöglichen. Seit August 2025 ist das Gärtnerhuus wieder eröffnet.
Die Massnahmen beschränkten sich auf das unbedingt Notwendige: Beseitigung angesammelter Unterhaltsarbeiten, Modernisierung der Haustechnik sowie Ertüchtigung nach aktuellen Brandschutz‑, Energie‑ und Erdbebenvorschriften. Kleine Grundrissanpassungen, die im Einklang mit dem Denkmalpflege‑Wertepapier standen, ermöglichten eine zukünftige öffentliche Nutzung, ohne den charakteristischen Charme des Gebäudes zu verlieren. Gleichzeitig sollte das Gebäude kostengünstig im Unterhalt bleiben und zukunftsfähig sein.
Heute betreibt der Verein „Gärtnerhuus“ ein vielseitiges, niederschwelliges soziokulturelles Programm, das Begegnung, Natur und Bildung in den Vordergrund stellt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Café. Ergänzt werden das Angebot durch eine neue öffentliche WC‑Anlage und einen Spielplatz, die allen Besucher*innen des Parks zur Verfügung stehen.
Vier Jahre nach der offiziellen Parköffnung stellte der Grossrat Mittel für eine behutsame Renovation bereit. Ziel war, die historische Ausstrahlung zu bewahren und gleichzeitig die Bausubstanz zu erneuern, um neue, niedrigschwellige Nutzungen im Rahmen der sanften Öffnung des Schwarzparks zu ermöglichen. Seit August 2025 ist das Gärtnerhuus wieder eröffnet.
Die Massnahmen beschränkten sich auf das unbedingt Notwendige: Beseitigung angesammelter Unterhaltsarbeiten, Modernisierung der Haustechnik sowie Ertüchtigung nach aktuellen Brandschutz‑, Energie‑ und Erdbebenvorschriften. Kleine Grundrissanpassungen, die im Einklang mit dem Denkmalpflege‑Wertepapier standen, ermöglichten eine zukünftige öffentliche Nutzung, ohne den charakteristischen Charme des Gebäudes zu verlieren. Gleichzeitig sollte das Gebäude kostengünstig im Unterhalt bleiben und zukunftsfähig sein.
Heute betreibt der Verein „Gärtnerhuus“ ein vielseitiges, niederschwelliges soziokulturelles Programm, das Begegnung, Natur und Bildung in den Vordergrund stellt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Café. Ergänzt werden das Angebot durch eine neue öffentliche WC‑Anlage und einen Spielplatz, die allen Besucher*innen des Parks zur Verfügung stehen.












Copyright général des photographies: Kathrin Schulthess

Copyright général des plans / schémas / graphiques: baubüro in situ
Textes Critères de Davos
Gouvernance
Nach dem Verkauf des Schwarzparks und Gärtnerhauses 1987 an eine Investorengruppe, plante diese eine Überbauung des Areals. 1991 stimmte die Volksabstimmung für den Erhalt; der Kanton erwarb das Gebiet. Der 1997 gegründete Verein Gärtnerhuus Schwarzpark wollte einen Begegnungsort für das Quartier schaffen und den Schwarzpark als Naturoase zu erhalten. Nur durch das hohe Engagement der Bevölkerung ist der Schwarzpark und das Gärtnerhaus in seiner heutigen Form erhalten geblieben.
Fonctionnalité
Das Gärtnerhauses beinhalteten ursprünglich Pferdestall, Kutschenraum, Sattelkammer, Orangerie, Gewächshaus, Holzschopf, Verwaltungswohnung und Büroräume. Das Gebäude wurde robust gebaut, weswegen es trotz mangelndem Unterhalt in einem guten Zustand war. Im Erdgeschoss war manches noch "Original" und stand als Zeuge für eine andere Zeit. Mit der sanften Sanierung konnte der Bestand erhalten und Neues hinzugefügt werden. Die Raumstruktur ermöglicht heute eine Nutzung als Quartiertreffpunkt.
Environnement
Die Wiesen ums Gärtnerhaus gehören zum nationalen Inventar schützenswerter Trockenwiesen und -weiden; der Baumbestand ist geschützt und bietet zahlreichen Tierarten Lebensraum. Während der Bauarbeiten wurde ein Konzept für minimale Befahrung mit Baumaschinen und Handwerkerfahrzeugen entwickelt und viele Arbeiten per Hand durchgeführt. Die alte Rebe am Gebäude wurde verlegt, gesichert und wieder eingesetzt; der Dachstuhl bietet Fledermäusen zusätzliche Nistplätze.
Économie
Das Gärtnerhaus und der dazugehörige Schwarzpark sind nicht renditeorientiert, muss aber kostendeckend bewirtschaftet werden. Im Frühjahr 2022 erhielt der Verein Gärtnerhuus Schwarzpark in einem freihändigen Verfahren den Zuschlag für die zukünftige, nicht gewinnorientierte Nutzung des Gebäudes. Der Verein setzt sich für die ortsbezogene, soziokulturelle Nutzung ein und belebt dadurch das Quartier.
Diversité
Der Verein engagiert sich seit 1997 für eine soziokulturelle Nutzung des Gärtnerhauses. Die sanft sanierten Räumlichkeiten werden durch den Verein vermietet, das Programm ist für die Bevölkerung mehrheitlich kostenlos. Café, Blumenatelier für saisonale, regionale Sträusse, Büro, Yogastudio, Kinderatelier und Kompetenzzentrum für Naturfarben. Der Kutschenraum und die Orangerie können für private Anlässe gemietet werden. Regelmässige Veranstaltungen mit Schwerpunkt Natur, Handwerk und Kultur.
Contexte
Neubarocker Bau, ursprünglich als Ökonomiegebäude für die Villa an der Gellertstrasse 101 (1966 abgebrochen) erstellt. Entwurf des Frankfurter Architekten Jonas Carl Mylius. Gärtnerhaus und Schwarzpark zeugen vom damaligen Repräsentationsbedürfnis des Bürgertums. Ziel der Sanierung: neue Nutzung im Zusammenhang mit Öffnung des Schwarzparks. Durch einen geringen Eingriff in die denkmalgeschützte Bausubstanz sollten Geschichte, Ausstrahlung und Patina des Gebäudes erhalten bleiben.
Esprit du lieu
2015 Park für Bevölkerung geöffnet, seither Naherholungsgebiet. Das Gärtnerhaus bildet das Eingangsgebäude zur Parkanlage im süd-östlichen Teil des Parks. Mit seiner heutigen öffentlichen Funktion als Ort der Begegnung für verschiedene Menschen, Ideen, Aktivitäten und Anliegen eignet sich das Gebäude hervorragend. Mit einem vielfältigen, niederschwelligen, soziokulturellen Programm mit den Themenfeldern Begegnung, Natur und Bildung wird der Ort zu einem belebten Stück Geschichte in Basel.
Beauté
Patina besonders hoher Stellenwert. Denkmalpflege unterstützte, nicht ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, sondern aktuellen Zustand zu erhalten. Spuren der Zeit bleiben sichtbar, Geschichte wird spürbar. Fassade: einretuschieren, ergänzen, nicht überdecken. Wiedereinbauen originaler Materialien: Riegelwand im OG, Holzverschalung WC-Anlage. ReUse: Küchen, Sanitärapparate und Radiatoren. Kultur des Weiterbauens – Gärtnerhaus ein lebendiges Zeugnis ortsspezifischer Baukultur.
Caractéristiques
Lieu
Basel
Catégorie d'ouvrage (SIA 102)
Loisirs, sport et détente
Type de tâche
Rénovation
Type de procédure
Mandat direct
Coût de construction en CHF (SIA 416)
2’770’000.-
Surface de plancher en m² (SIA 416)
986 m2 UG bis DG
Planification
2023 → 2025
Réalisation
2024 → 2025
Année de mise en service
2025
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