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Kurhaus am Sarnersee
Kurhaus am Sarnersee
Copyright: Burch und Partner Architektur AG / werkunion ag
039
N° DE SOUMISSION: 340
Das Projekt Kurhaus am Sarnersee versteht sich als präzise Weiterentwicklung eines orts- und identitätsprägenden Bestands. Ausgehend von einem qualitätsorientierten Studienauftrag wird das bestehende Hauptgebäude erhalten und durch einen klar gesetzten Neubau in Holz ergänzt. Beide Volumen werden über ein vermittelndes «Scharnier» verbunden, das als räumliches und funktionales Zentrum dient und die öffentlichen Nutzungen bündelt.

Die neue Setzung stärkt die Gesamtanlage, schafft eine klare Adressbildung und respektiert zugleich die sensiblen Blickbeziehungen zum See, zur Landschaft und zum geschützten Haus von Flüe. Der Neubau fügt sich selbstverständlich in Topografie und Siedlungsstruktur ein und lässt dem Ort seine Grosszügigkeit. Architektur, Freiraum und Landschaft sind als zusammenhängendes System gedacht, das den See als prägendes Element erlebbar macht.

Funktional folgt das Haus den Anforderungen eines zeitgemässen Hotel- und Kurbetriebs. Öffentliche Bereiche orientieren sich zur Landschaft und zum Wasser, während ruhige Nutzungen klar davon getrennt sind. Kurze Wege, effiziente Betriebsabläufe und flexible Raumstrukturen ermöglichen unterschiedliche Nutzungen über Tages- und Jahreszeiten hinweg.

Konstruktiv setzt das Projekt auf einen hohen Vorfertigungsgrad im Holzbau, lokale Wertschöpfung und eine ressourcenschonende Bauweise. Der Weiterbau mit dem Bestand, der reduzierte Materialeinsatz und die robuste Konstruktion bilden die Grundlage für Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus.

Das Kurhaus wird als offenes Haus zwischen Hotel, öffentlichem Leben und Landschaft weitergeschrieben, ein Ort, der seine Geschichte bewahrt und gleichzeitig Raum für zukünftige Entwicklungen schafft.
Kurhaus am Sarnersee – https://johanna-unternaehrer.ch/
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Copyright général des photographies: https://johanna-unternaehrer.ch/
Copyright général des plans / schémas / graphiques: burch und partner + werkunion ag
Textes Critères de Davos
Gouvernance
Das Projekt ist Ergebnis eines qualitätsorientierten Studienauftrags, der den Dialog zwischen Bauherrschaft, Architektur, Landschaft, Holzbau und Technik bewusst förderte. Die interdisziplinäre ARGE ermöglichte eine integrale Entwicklung von Architektur, Konstruktion und Freiraum. Entscheidungsprozesse waren transparent, nachvollziehbar und auf langfristige Werthaltigkeit ausgerichtet. Die gemeinsame Verantwortung für Ort, Bestand und Zukunft bildet die Grundlage des Projekts.
Fonctionnalité
Die funktionale Ordnung des Kurhauses leitet sich aus dem Bestand und dem Hotelbetrieb ab. Öffentliche Nutzungen orientieren sich zum See und zur Landschaft, während ruhige Bereiche klar davon getrennt sind. Bestehende Strukturen werden weiterverwendet und präzise ergänzt. Die räumliche Organisation erlaubt effiziente Betriebsabläufe und zugleich flexible Nutzungen für unterschiedliche Gäste, Veranstaltungen und saisonale Anforderungen.
Environnement
Der Entwurf folgt dem Prinzip des Weiterbauens und minimiert Eingriffe durch den gezielten Umgang mit dem Bestand. Der konstruktive Fokus auf Holz nutzt erneuerbare Ressourcen und reduziert graue Energie. Architektur und Landschaft sind als zusammenhängendes System gedacht, das Topografie, Klima und See einbindet. Langlebigkeit, Anpassungsfähigkeit und ein sparsamer Materialeinsatz bilden die ökologische Grundlage des Projekts.
Économie
Die Wirtschaftlichkeit des Projekts beruht auf einer klaren Struktur, dem Weiterverwenden bestehender Bausubstanz und einer konstruktiv einfachen, robusten Bauweise. Investitionen konzentrieren sich auf dauerhaft wirksame Elemente. Die flexible Nutzung ermöglicht langfristige Anpassungen ohne grundlegende bauliche Eingriffe und sichert damit einen nachhaltigen Betrieb des Kurhauses über seinen gesamten Lebenszyklus.c
Diversité
Das Kurhaus versteht sich als vielseitiger Ort zwischen Hotelbetrieb, öffentlichem Leben und Landschaft. Unterschiedliche Raumtypen und Nutzungsangebote ermöglichen Begegnung, Rückzug und gemeinschaftliche Aktivitäten. Die Architektur unterstützt diese Vielfalt durch klare Übergänge zwischen innen und aussen sowie zwischen öffentlich und privat. So entsteht ein Haus, das von Gästen, Personal und Bevölkerung gleichermassen genutzt werden kann.
Contexte
Das Projekt reagiert präzise auf die besondere Lage am Sarnersee. Volumetrie, Setzung und Materialisierung orientieren sich an der bestehenden Anlage und der umgebenden Landschaft. Anstatt den Ort neu zu definieren, stärkt der Entwurf seine vorhandenen Qualitäten. Das Kurhaus wird als Teil eines grösseren landschaftlichen und kulturellen Zusammenhangs weiterentwickelt.
Esprit du lieu
Der Entwurf nimmt den Geist des Ortes auf, indem er die historische Bedeutung des Kurhauses respektiert und zeitgemäss interpretiert. Die Beziehung zwischen Gebäude, See und Landschaft prägt Raumabfolge und Atmosphäre. Bestehende Qualitäten werden nicht überformt, sondern weitergeführt. So bleibt der Charakter des Ortes spürbar und wird gleichzeitig für kommende Generationen geöffnet.
Beauté
Die architektonische Qualität entsteht aus der Zurückhaltung des Eingriffs und der Präzision im Detail. Konstruktion, Material und Proportion bilden ein ruhiges, selbstverständliches Ganzes. Die Schönheit des Projekts liegt weniger im Einzelmoment als im Zusammenspiel von Bestand, Ergänzung und Landschaft – und entfaltet sich im Gebrauch und im Wandel der Jahreszeiten.
Caractéristiques
Lieu
Oberwilerstrasse 35, 6060 Sarnen
Catégorie d'ouvrage (SIA 102)
Hôtellerie et tourisme
Type de tâche
Agrandissement
Type de procédure
Concours
Type de concours
Concours sélectifs
Coût de construction en CHF (SIA 416)
16'900'000
Surface de plancher en m² (SIA 416)
3'468
Planification
2021 → 2024
Réalisation
2023 → 2025
Année de mise en service
2025
Soumissionnaire(s) | Intervenants
Maître d'ouvrage
Architecture d'intérieur
Architecture du paysage
Génie civil
Génie civil
Technique du bâtiment
Conception électrique