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Schloss Rapperswil - crepaccio e mulini

Copyright: Valentin Jeck + PARK ARCH
In der letzten Eiszeit stiess der Linthgletscher bis ins heutige Limmattal vor. Bei seinem Rückzug bildeten sich der Zürichsee und die Ufertopografie, auf der das Schloss Rapperswil steht. Die Gletscherspalte zwischen den schalungsglatten Liftschächten und Gletschermühlen der gestockten, gewundenen Treppenläufe vor der bauzeitlichen Bruchsteinwand beziehen sich darauf. Sie machen die immensen Kräfte der Natur sichtbar, die Transformationen über lange Zeiträume. Auch das Schloss Rapperswil hat sich während Jahrhunderten stetig verändert. Es ist das Wahrzeichen für die Bevölkerung der Stadt und der Region. Heute ist es im schweizerischen Inventar für Kulturgüter von nationaler Bedeutung eingetragen. Die baulichen Erneuerungen respektieren das Bestehende. Die inneren Widersprüche werden artikuliert, Identität entsteht in der Differenz.












Copyright général des photographies: Valentin Jeck + PARK ARCH












Copyright général des plans / schémas / graphiques: PARK ARCH + Ulaga Weiss
Copyright: PARK ARCH
Textes Critères de Davos
Gouvernance
Seit 800 Jahren wird das Schloss Rapperswil genutzt, verändert, repariert, geschützt und erweitert. Es ist Teil der gemeinsamen, lebendigen Geschichte der Menschen in Rapperswil-Jona. Die aktuelle Erneuerung basiert auf der engen Kooperation aller Akteure des Betriebs, der Planung, der Ausführung und der Nutzung, einschliesslich Denkmalpflege, Gewerke, Stadt und Ortsgemeinde.
Fonctionnalité
Die neue Erschliessung macht das historische Monument zukunftsfähig. Heutige Anforderungen an Brandschutz und Erdbebensicherheit sind erfüllt. Die Eingriffe respektieren die bestehende Substanz, optimieren den Betrieb und bieten Flexibilität, Sicherheit, Komfort und Barrierefreiheit für Museum, Gastronomie und die weitere kulturelle Nutzung.
Environnement
Die Erneuerung schärft die Aufmerksamkeit auf die Geologie und die Spuren und Materialien der Geschichte. Freiräume mit neuem Aufbau gewährleisten die Versickerung. Der Vorplatz zum Lindenhof und der Kräutergarten stärken Biodiversität. Bauliche Strukturen werden erhalten und gesichert. Langlebige Materialien verbinden sich mit Jahrhunderte alten Bauteilen.
Économie
Die vielfältige, flexible Nutzung als Ort für kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungsbesuche, Konzerte, Anlässe und Gastronomie macht das Denkmal lebendig. Die neuen Interventionen knüpfen an die bestehenden Nutzungen an, das Vertraute wird sachte erweitert. Durch die neuen Abläufe ist der Betrieb optimiert, der Fortbestand langfristig gesichert.
Diversité
Das Schloss wird für die Menschen geöffnet und reaktiviert. Das neue Treppenhaus ist ein sozialer Begegnungsraum und erschliesst die Orte, in denen verschiedene soziale Gruppen sich treffen. Die Aufwertung des Aussenraums verstärkt die Rolle als Orientierungsort und Treffpunkt der Öffentlichkeit. Die Vielfalt erleichtert es, sich das Schloss anzueignen.
Contexte
Die neue Erschliessung rückt den Bestand ins Zentrum und zeigt ihn aus diversen Perspektiven. Der Weg nach oben ist ein räumliches Erlebnis und fördert den Respekt vor den historischen Elementen, den Materialien und konstruktiven Details. Zugleich tritt das Gegenwärtige selbstsicher auf. Die Verbindung mit der Stadt und der umgebenden Landschaft zeichnet sich neu ab.
Esprit du lieu
Die Intervention unterstreicht die spezifische Atmosphäre des Schlosses. Die Haptik der Betonoberfläche, von den Treppenstufen bis zu den Brüstungen, die Lichtführung und die Wegführung verstärken das räumliche Erlebnis. Genius loci hängt mit Authentizität und Einzigartigkeit zusammen. Die Intervention ist spezifisch für diesen Ort. Jedes Element ist singulär, nichts ist austauschbar.
Beauté
Die Intervention hat skulpturale Qualität. Materialität, Haptik, Chromatik erlauben eine eigene «promenade architecturale», die stetig wechselnde räumliche Erfahrungen ermöglicht. Die neue Architektur ist auf das menschliche Mass bezogen. Sie vermittelt zwischen der Rohheit der alten Schlossstruktur und der Fragilität des menschlichen Körpers. Sie schärft die Sinne und die Aufmerksamkeit.
Caractéristiques
Lieu
Schloss Rapperswil, Lindenhügel, 8640 Rapperswil-Jona
Catégorie d'ouvrage (SIA 102)
Culture et vie sociale
Type de tâche
Transformation
Type de procédure
Concours
Type de concours
Concours sélectifs
Coût de construction en CHF (SIA 416)
keine Angaben
Surface de plancher en m² (SIA 416)
keine Angaben
Planification
2018 → 2022
Réalisation
2022 → 2024
Année de mise en service
2024
Soumissionnaire(s) | Intervenants
Autre
Directions des travaux
Architecture du paysage
Génie civil
Autre
Technique du bâtiment
Conception électrique
Conception lumière
Physique du bâtiment
Autre
Conservation du patrimoine
Maître d'ouvrage