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Wöschhüsli

Copyright: Zsigmond Toth x Studio Noun
Als Zeitzeuge der örtlichen Baukultur Nesslaus, ist das Wöschhüsli durch eine Abfolge unterschiedlichster Nutzungen und baulicher Veränderungen gezeichnet. Trotz umfangreicher Rückbaumassnahmen bleibt seine Identität intakt: Im Kern bildet das charakteristische Tonnengewölbe den Auftakt für Neues. Mit Gesten der Offenheit positioniert sich das historische Haus markant im Ort und schafft einen neuen Raum des Miteinanders.
Das Wöschhüsli wurde vermutlich um das 18. Jahrhundert erbaut. Nun wird es von der Eppenberger Stiftung für das Toggenburg, zu neuem Leben erweckt. Als Kulturgut örtlicher Baukultur, jedoch gezeichnet durch jahrhundertelanges Bestehen, steht der Erhalt des Gebäudecharakters im Fokus. So bleibt der historische Kern unberührt von den notwendigen Rückbaumassnahmen: In der Gestalt eines gedrungenen, massiven Tonnengewölbes verweist dieser auf die Entstehungszeit des Wöschhüsli und bildet gleichzeitig den Auftakt für Neues.
Alle neuen baulichen Massnahmen orientieren sich an der ursprünglichen Gebäudekontur. Mit der Neuerstellung von Anbauten entstehen eine Bäckerei auf der Südseite und eine Gewerbeeinheit auf der Nordseite. Um dieser neuen Öffentlichkeit zu begegnen, erweitert sich die Kubatur bis zur Strasse hin und öffnet sich durch Anheben des Daches. Als Bruch zum gedrungenen Gewölberaum gliedert der Anbau einen überhöhten, offenen Raum an, der zum Verweilen einlädt und zwischen Strassenraum und Gebäudeinneren vermittelt. An den Längsfassaden schaffen neue Zugänge qualitätvolle Aussenräume zu Kirche und Bahnhof. Für den Ort Nesslau entsteht in diesem Zusammenhang ein neuer Ort der Begegnung.
Im Spannungsfeld zwischen Erhalt, Restaurierung und neuen baulichen Ergänzungen entsteht eine Architektur, die traditionelle Baukultur mit neuen Raumqualitäten verbindet und Möglichkeiten der gemeinschaftlichen Aneignung für den Ort Nesslau schafft.
Das Wöschhüsli wurde vermutlich um das 18. Jahrhundert erbaut. Nun wird es von der Eppenberger Stiftung für das Toggenburg, zu neuem Leben erweckt. Als Kulturgut örtlicher Baukultur, jedoch gezeichnet durch jahrhundertelanges Bestehen, steht der Erhalt des Gebäudecharakters im Fokus. So bleibt der historische Kern unberührt von den notwendigen Rückbaumassnahmen: In der Gestalt eines gedrungenen, massiven Tonnengewölbes verweist dieser auf die Entstehungszeit des Wöschhüsli und bildet gleichzeitig den Auftakt für Neues.
Alle neuen baulichen Massnahmen orientieren sich an der ursprünglichen Gebäudekontur. Mit der Neuerstellung von Anbauten entstehen eine Bäckerei auf der Südseite und eine Gewerbeeinheit auf der Nordseite. Um dieser neuen Öffentlichkeit zu begegnen, erweitert sich die Kubatur bis zur Strasse hin und öffnet sich durch Anheben des Daches. Als Bruch zum gedrungenen Gewölberaum gliedert der Anbau einen überhöhten, offenen Raum an, der zum Verweilen einlädt und zwischen Strassenraum und Gebäudeinneren vermittelt. An den Längsfassaden schaffen neue Zugänge qualitätvolle Aussenräume zu Kirche und Bahnhof. Für den Ort Nesslau entsteht in diesem Zusammenhang ein neuer Ort der Begegnung.
Im Spannungsfeld zwischen Erhalt, Restaurierung und neuen baulichen Ergänzungen entsteht eine Architektur, die traditionelle Baukultur mit neuen Raumqualitäten verbindet und Möglichkeiten der gemeinschaftlichen Aneignung für den Ort Nesslau schafft.












Copyright général des photographies: Zsigmond Toth x Studio Noun











Copyright général des plans / schémas / graphiques: Studio Noun
Textes Critères de Davos
Gouvernance
Der Umgang mit dem Wöschhüsli folgt einer verantwortungsvollen Gouvernanz, die kulturelles Erbe und neue öffentliche Nutzungen ausbalanciert. Die Stiftung, zusammen mit den Architekten steuert die Transformation und sichert den Erhalt des historischen Kerns. Behutsame bauliche Eingriffe, klar vom Bestand ablesbar, ermöglichen neue Funktionen und öffnen das Gebäude für die Öffentlichkeit. So entsteht ein gemeinschaftlicher Ort, der langfristig dem Gemeinwohl und der Identität Nesslaus dient.
Fonctionnalité
Die Funktionalität des Wöschhüsli wird durch die Kombination von Bestand und neuen Nutzungen gestärkt. Der neue überhohem steht dabei im Kontrast zum niedrigen Gewölberaum. Durch neue Zugänge, offene Übergangsräume und die Öffnung zur Strasse entstehen gut erschlossene, öffentlich nutzbare Bereiche. Das Gebäude wird so flexibel nutzbar und als lebendiger Treffpunkt in den Alltag von Nesslau integriert.
Environnement
Das ca 250jährige Gewölbe wurde entsprechend der Techniken und der Materialien restauriert, der Neubau aus vorgefertigten Holzständerwänden wurde möglichst leimfrei und ressourcenschonend hergestellt. So wurden alle Täfer mit einer Holznagelpistole befestigt.
Économie
An der Realisierung waren ausschliesslich lokale Handwerksbetriebe beteiligt. Bei der Auswahl der Materialien wurde grösst möglichster Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit gelegt. So wird nicht nur eine grosse Wertschöpfung in der Region geschaffen sondern auch Identität mit dem Projekt erzeugt.
Diversité
Mit dem Wöschhüsli sollte eine neue Mitte im Dorf geschaffen werden. Ein niederschwelliger Ort an dem Alle teilhaben dürfen und sich das Dorfleben entfalten kann.
Contexte
Das Gewölbe des Wöschhüsli ist eines der ältesten Bauten in Nesslau. Die Stiftung Eppenberger für das Toggenburg wollte dieses der Dorfgemeinschaft wieder zugänglich machen.
Mit der Begradigung der Dorfstrasse zugunsten einer besseren Verkehrserschliessung des Tals ist der Dorfplatz verschwunden. Mit dem Wöschhüsli ist der erste Baustein für eine neue Mitte in Nesslau gelegt worden. Ein Ort für alle.
Mit der Begradigung der Dorfstrasse zugunsten einer besseren Verkehrserschliessung des Tals ist der Dorfplatz verschwunden. Mit dem Wöschhüsli ist der erste Baustein für eine neue Mitte in Nesslau gelegt worden. Ein Ort für alle.
Esprit du lieu
Der Kern des Wöschhüsli liegt in der Verbindung von historischer Baukultur und gelebter Gemeinschaft. Das prägende Tonnengewölbe als Zeugnis der Entstehungszeit verankert das Gebäude in der Geschichte Nesslaus. Durch behutsame Öffnungen, neue Nutzungen und die Ausrichtung auf den öffentlichen Raum wandelt sich das einst funktionale Wirtschaftsgebäude zu einem offenen Ort der Begegnung, der Vergangenheit und Gegenwart des Ortes räumlich und atmosphärisch miteinander verknüpft.
Beauté
Das Wöschhüsli soll mit seiner hellen Gestaltung ein einheitliches Ganzes schaffen. Die weisse Holzfassade lehnt sich dabei an die gekalkten Wände des Gewölbes.
Das gebrochene Weiss und die die Ausformulierung der Details sollen dabei auch an die Geschichte des Hauses und der Region erinnern und so Identität stiften.
Das gebrochene Weiss und die die Ausformulierung der Details sollen dabei auch an die Geschichte des Hauses und der Region erinnern und so Identität stiften.
Caractéristiques
Lieu
Nesslau
Catégorie d'ouvrage (SIA 102)
Culture et vie sociale
Type de tâche
Rénovation
Type de procédure
Mandat direct
Coût de construction en CHF (SIA 416)
850'000
Surface de plancher en m² (SIA 416)
200
Planification
2020 → 2023
Réalisation
2023 → 2024
Année de mise en service
2024
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