...
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble
Copyright: Salathé Architekten Basel
156
N° DI INVIO: 254
Das Projekt für die Umnutzung des 1969 erbauten Pflegheims in Riehen umfasst insgesamt 34 Genossenschaftswohnungen mit 1,5 bis 5,5 Zimmern sowie vier familiengerechte Reiheneinfamilienhäuser. Einen besonderen Akzent setzt das grosszügige Loft im ehemaligen Andachtsraum. Ergänzt wird das Wohnangebot durch einen gemeinschaftlich nutzbaren Raum mit Küche am Quartierplatz, der als zentraler Ort der Begegnung dient. Mit einem bewusst durchmischten Wohnungsmix – insbesondere mit kleineren, preisgünstigen Einheiten – leistet das Projekt einen wohnpolitischen Beitrag. Ziel ist es, auch ältere Haushalte zu einem Wohnungswechsel zu motivieren und dadurch Einfamilienhäuser wieder für Familien freizumachen. Die Neunutzung des Dominikushauses steht exemplarisch für einen respektvollen Umgang mit bestehender Bausubstanz und Ressourcen. Die Verbindung von architektonischer Kontinuität, sozialem Anspruch und ökologischer Verantwortung schafft ein zukunftsfähiges Wohnensemble mit klarer städtebaulicher Haltung und starkem Bezug zum Quartier.
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Eingangssituation Haus C – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Gartengeschoss der Reihenhäuser, Bau C – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Detail Heizkörper – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Neuer Zugang zum Loft – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Geschenkte Räume - Loft – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Ein neuer Ausblick - ehemalige Kapelle – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Der Charakter des neues Wohnensembles wird aus dem Bestand entwickelt – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Die Durchbrüche in der Schotenstruktur schaffen Grosszügigkeit – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Ein- und Ausblicke – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Ertüchtigte Treppenhäuser – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Wertiges Wohnen im Bestand – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Gemeinschaftsraum am neuen Hof – Annette Fischer
Copyright generale delle foto: Annette Fischer
Copyright generale delle progetti / schemi / grafici: Salathé Architekten Basel
Copyright: -
Testi Criteri Davos
Governance
Das Projekt entstand aus einem eingeladenen Wettbewerb und wird von der Genossenschaft Wohnstadt im Baurecht realisiert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft, Architekten und Fachplanern ermöglichte eine konsensorientierte, langfristig tragfähige Entwicklung des Bestands.
Funzionalità
Das ehemalige Pflegeheim wird in 34 Wohnungen und vier Reiheneinfamilienhäuser transformiert. Durch die Reorganisation der Schottenstruktur entstehen flexible, gut nutzbare Grundrisse, ergänzt durch gemeinschaftliche Räume und einen öffentlich zugänglichen Quartierplatz.
Ambiente
Der Erhalt der bestehenden Gebäudestruktur spart graue Energie. Rückbau, Wiederverwendung von Bauteilen und eine kreislaufgerechte Strategie mit der Wiederverwendung von diversen Bauteilen reduzieren Ressourcenverbrauch, während die vollständige Erneuerung der Haustechnik den ökologischen Standard verbessert.
Economia
Bestandsschutz und Umnutzung sichern die Ausnutzung der bestehenden Volumetrie. Die genossenschaftliche Trägerschaft, ein differenzierter Wohnungsmix und ressourcenschonendes Bauen ermöglichen langfristig bezahlbaren Wohnraum an ausgesuchter Lage.
Diversità
Die drei Häuser, ein breiter Wohnungsmix von 1,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen, Reihenhäuser und ein Loft fördert die soziale Durchmischung. Gemeinschaftsräume unterstützen das Zusammenleben unterschiedlicher Alters- und Haushaltsformen.
Contesto
Durch den Rückbau des Zwischentrakts öffnet sich das Ensemble zum Quartier und schafft einen neuen Schwerpunkt. Der neue Platz beim ehemaligen Konvent fügt sich selbstverständlich in Topografie und Nachbarschaft ein und stärkt die soziale und städtebauliche Vernetzung.
Genius loci
Die architektonische Identität des Dominikushauses bleibt ablesbar. Der respektvolle Umgang mit Struktur, Materialität und der ehemaligen Kapelle bewahrt die Geschichte des Ortes und übersetzt sie in eine zeitgemässe Wohnform.
Bellezza
Die Qualität des Projekts liegt in der Klarheit der Eingriffe und der ruhigen Weiterentwicklung des Bestands. Architektur, Freiraum und Nutzung greifen selbstverständlich ineinander und erzeugen eine zurückhaltende, dauerhafte Ästhetik, die verbunden mit einem räumlichen Reichtum einen übergeordneten Mehrwert schafft.
Caratteristiche
Luogo
Riehen
Categoria di costruzione (SIA 102)
Edilizia abitativa
Tipo di incarico
Riutilizzo
Tipo di procedura
Concorsi
Forma di messa in concorrenza
Procedura selettiva
Costi di costruzione in CHF (SIA 416)
15.2 Mio.
Superficie di piano in m² (SIA 416)
4.850
Progettazione
2021 → 2025
Realizzazione
2022 → 2025
Anno di messa in servizio
2025
Concorrente/i | Partecipanti
Committente
Architettura del paesaggio
Direzioni dei lavori
Ingegneria civile
Tecnica degli edifici
Progettazione elettrica
Tecnica degli edifici
Fisica dell’edificio
Fotografia