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Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble
Copyright: Salathé Architekten Basel
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EINREICHUNG Nr. 254
Das Projekt für die Umnutzung des 1969 erbauten Pflegheims in Riehen umfasst insgesamt 34 Genossenschaftswohnungen mit 1,5 bis 5,5 Zimmern sowie vier familiengerechte Reiheneinfamilienhäuser. Einen besonderen Akzent setzt das grosszügige Loft im ehemaligen Andachtsraum. Ergänzt wird das Wohnangebot durch einen gemeinschaftlich nutzbaren Raum mit Küche am Quartierplatz, der als zentraler Ort der Begegnung dient. Mit einem bewusst durchmischten Wohnungsmix – insbesondere mit kleineren, preisgünstigen Einheiten – leistet das Projekt einen wohnpolitischen Beitrag. Ziel ist es, auch ältere Haushalte zu einem Wohnungswechsel zu motivieren und dadurch Einfamilienhäuser wieder für Familien freizumachen. Die Neunutzung des Dominikushauses steht exemplarisch für einen respektvollen Umgang mit bestehender Bausubstanz und Ressourcen. Die Verbindung von architektonischer Kontinuität, sozialem Anspruch und ökologischer Verantwortung schafft ein zukunftsfähiges Wohnensemble mit klarer städtebaulicher Haltung und starkem Bezug zum Quartier.
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Eingangssituation Haus C – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Gartengeschoss der Reihenhäuser, Bau C – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Detail Heizkörper – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Neuer Zugang zum Loft – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Geschenkte Räume - Loft – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Ein neuer Ausblick - ehemalige Kapelle – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Der Charakter des neues Wohnensembles wird aus dem Bestand entwickelt – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Die Durchbrüche in der Schotenstruktur schaffen Grosszügigkeit – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Ein- und Ausblicke – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Ertüchtigte Treppenhäuser – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Wertiges Wohnen im Bestand – Annette Fischer
Umnutzung Domino – Vom Pflegeheim zum genossenschaftlichen Wohnensemble – Gemeinschaftsraum am neuen Hof – Annette Fischer
Copyright für die Fotografien: Annette Fischer
Copyright für die Pläne / Schemata / Grafiken: Salathé Architekten Basel
Copyright: -
Texte Davos Kriterien (Selbstevaluation)
Gouvernanz
Das Projekt entstand aus einem eingeladenen Wettbewerb und wird von der Genossenschaft Wohnstadt im Baurecht realisiert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft, Architekten und Fachplanern ermöglichte eine konsensorientierte, langfristig tragfähige Entwicklung des Bestands.
Funktionalität
Das ehemalige Pflegeheim wird in 34 Wohnungen und vier Reiheneinfamilienhäuser transformiert. Durch die Reorganisation der Schottenstruktur entstehen flexible, gut nutzbare Grundrisse, ergänzt durch gemeinschaftliche Räume und einen öffentlich zugänglichen Quartierplatz.
Umwelt
Der Erhalt der bestehenden Gebäudestruktur spart graue Energie. Rückbau, Wiederverwendung von Bauteilen und eine kreislaufgerechte Strategie mit der Wiederverwendung von diversen Bauteilen reduzieren Ressourcenverbrauch, während die vollständige Erneuerung der Haustechnik den ökologischen Standard verbessert.
Wirtschaft
Bestandsschutz und Umnutzung sichern die Ausnutzung der bestehenden Volumetrie. Die genossenschaftliche Trägerschaft, ein differenzierter Wohnungsmix und ressourcenschonendes Bauen ermöglichen langfristig bezahlbaren Wohnraum an ausgesuchter Lage.
Vielfalt
Die drei Häuser, ein breiter Wohnungsmix von 1,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen, Reihenhäuser und ein Loft fördert die soziale Durchmischung. Gemeinschaftsräume unterstützen das Zusammenleben unterschiedlicher Alters- und Haushaltsformen.
Kontext
Durch den Rückbau des Zwischentrakts öffnet sich das Ensemble zum Quartier und schafft einen neuen Schwerpunkt. Der neue Platz beim ehemaligen Konvent fügt sich selbstverständlich in Topografie und Nachbarschaft ein und stärkt die soziale und städtebauliche Vernetzung.
Genius Loci
Die architektonische Identität des Dominikushauses bleibt ablesbar. Der respektvolle Umgang mit Struktur, Materialität und der ehemaligen Kapelle bewahrt die Geschichte des Ortes und übersetzt sie in eine zeitgemässe Wohnform.
Schönheit
Die Qualität des Projekts liegt in der Klarheit der Eingriffe und der ruhigen Weiterentwicklung des Bestands. Architektur, Freiraum und Nutzung greifen selbstverständlich ineinander und erzeugen eine zurückhaltende, dauerhafte Ästhetik, die verbunden mit einem räumlichen Reichtum einen übergeordneten Mehrwert schafft.
Eigenschaften
Ort
Riehen
Baukategorie (SIA 102)
Wohnen
Art der Aufgabe
Umnutzung
Art des Verfahrens
Wettbewerb
Beschaffungsform
Selektives Verfahren
Baukosten in CHF (SIA 416)
15.2 Mio.
Geschossfläche in m² (SIA 416)
4.850
Planung
2021 → 2025
Fertigstellung
2022 → 2025
Inbetriebnahme
2025
Einreichende | Projektbeteiligte
Bauherrschaft
Landschaftsarchitektur
Baumanagement
Bauingenieurwesen
HLKS-Planung
Elektroplanung
HLKS-Planung
Bauphysik
Fotografie