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Genossenschaft Herzetappe 10, Grosshaushalt in 9 Wohneinheiten

Copyright: ©Herzetapp10
Sanierung des 250 jährigen denkmalgeschützen Hauses in Ried, Wald ZH mit naturbelassenen Baustoffen zu einem Mehrgenerationenhaushalt.
Das ganzheitliche Zusammenspiel von Ökologie,
Energieeffizienz und einem innovativen Nutzungskonzept
Als gemeinnützige Genossenschaft steht Entwicklung im Zentrum. Wir beschreiten neue Wege des Zusammenlebens und demokratischer Prozesse. Jede und jeder Einzelne ist wichtig um gemeinsam zu entwickeln und gestalten.
Der Mehrgenerationenhaushalt ermöglich Austausch und gegenseitige Hilfe. Wissen kann weitergegeben werden, das Zusammenleben und Konflikte aus verschiedenen Perspektiven gestaltet werden
Die ursprüngliche Form des ehemaligen Doppelbauernhauses, welches durch das Spitalamt Winterthur für seine Lehner vor 250 Jahren gebaut hat, ist nicht mehr einfach auszumachen. Die Erweiterung vor rund 100 Jahren hat das Volumen massgebend verändert.
Die beiden einzigen, verbleibenden inneren Riegelwände wurden zu Tage geholt und bleiben sichtbar.
Die neue Trennwand, die als Tragwand das Haus in den unteren beiden Geschossen abstützt, kommt in den Dialog mit den alten Riegelwänden. Sie tragen die Mittelachse des Hauses. Die alten Geschossbalken bleiben bestehen. Wir haben sie geteilt und an neue Träger fixiert, die über Stützen getragen werden. Damit konnten die Böden leicht begradigt und die Geschosshöhen vergrössert werden.
Das gesamte Holzwerk, die Mitteltragwand ausgenommen, wurde aus Mondholz erstellt, das im Winter 2022 am Bachtel geschlagen wurde. Ebenso sind die Fenster aus diesem Holz geschnitten worden und bleiben natur.
Die alten Fenstergewände aus Sandstein vom Obersee sind durch neue ersetzt worden und geben dem Haus im muralen Erdgeschoss einen kraftvollen Ausdruck. Die Fassadenverkleidung aus rein Mineralischem Dämmputz wird, wie es traditionell gemacht wurde, mit Holzleisten verstärkt an den Riegelwänden im Obergeschoss befestigt.
Das ganzheitliche Zusammenspiel von Ökologie,
Energieeffizienz und einem innovativen Nutzungskonzept
Als gemeinnützige Genossenschaft steht Entwicklung im Zentrum. Wir beschreiten neue Wege des Zusammenlebens und demokratischer Prozesse. Jede und jeder Einzelne ist wichtig um gemeinsam zu entwickeln und gestalten.
Der Mehrgenerationenhaushalt ermöglich Austausch und gegenseitige Hilfe. Wissen kann weitergegeben werden, das Zusammenleben und Konflikte aus verschiedenen Perspektiven gestaltet werden
Die ursprüngliche Form des ehemaligen Doppelbauernhauses, welches durch das Spitalamt Winterthur für seine Lehner vor 250 Jahren gebaut hat, ist nicht mehr einfach auszumachen. Die Erweiterung vor rund 100 Jahren hat das Volumen massgebend verändert.
Die beiden einzigen, verbleibenden inneren Riegelwände wurden zu Tage geholt und bleiben sichtbar.
Die neue Trennwand, die als Tragwand das Haus in den unteren beiden Geschossen abstützt, kommt in den Dialog mit den alten Riegelwänden. Sie tragen die Mittelachse des Hauses. Die alten Geschossbalken bleiben bestehen. Wir haben sie geteilt und an neue Träger fixiert, die über Stützen getragen werden. Damit konnten die Böden leicht begradigt und die Geschosshöhen vergrössert werden.
Das gesamte Holzwerk, die Mitteltragwand ausgenommen, wurde aus Mondholz erstellt, das im Winter 2022 am Bachtel geschlagen wurde. Ebenso sind die Fenster aus diesem Holz geschnitten worden und bleiben natur.
Die alten Fenstergewände aus Sandstein vom Obersee sind durch neue ersetzt worden und geben dem Haus im muralen Erdgeschoss einen kraftvollen Ausdruck. Die Fassadenverkleidung aus rein Mineralischem Dämmputz wird, wie es traditionell gemacht wurde, mit Holzleisten verstärkt an den Riegelwänden im Obergeschoss befestigt.












Copyright für die Fotografien: ©M. Wischnitzky






Copyright für die Pläne / Schemata / Grafiken: Herzetappe 10
Copyright: SRF
Texte Davos Kriterien (Selbstevaluation)
Gouvernanz
Ein Miteinander auf gleicher Augenhöhe mit verschiedenen Aufgaben, Rollen und Funktionen. Wir habe die passenden lokalen Unternehmer gefunden, die unsere Philosophie mitgetragen und weiterentwickelt haben. Dieses Miteinander auf gleicher Augenhöhe hat sich sehr positiv auf die Stimmung und die Zusammenarbeit ausgewirkt, trägt so die Haltung der Genossenschaft weiter. Dies zeigt sich auch in der Gemeinde Wald, wo wir den 1. Rang des des Energiepreises 25 feiern durften.
Funktionalität
Wir verbringen einen grossen Teil unseres Lebens in Räumen. Die verbauten Werkstoffe bestehen zu 95% aus natürlichen lokalen Materialien, hauptsächlich Mondholz vom Bachtel, Holzfaserdämmung, Schafwolle, Hanf, Lehm und Kalk. Die Energie und das Klima welches diese Materialien schaffen bieten eine Umgebung in der Menschen gesund und positiv miteinander leben können. Auf Giftstoffe, Plastik, Leim und Schaum wurde deshalb verzichtet.
Umwelt
Die verbauten Werkstoffe bestehen zu 95% aus natürlichen lokalen Materialien, können nach deren Nutzung wieder in den Kreislauf zurückgeben werden. Lehm und Kalk sind Baustoffe mit kurzen Transportwegen, atmungsaktiv, regulieren die relativen Luftfeuchte, haben eine hohe Dichte, eignen sich gut zur Wärme- und/oder Kältespeicherung.
Pelletheizung mit Wandheizungen welche im Lehm eingebettet sind. Mit Strahlungswärme kann 3-4 Grad tiefer beheizt werden, für die gleiche empfundene Behaglichkeit
Pelletheizung mit Wandheizungen welche im Lehm eingebettet sind. Mit Strahlungswärme kann 3-4 Grad tiefer beheizt werden, für die gleiche empfundene Behaglichkeit
Wirtschaft
Für die Sanierung setzten wir vor allem auf lokales Handwerk. So hielten wir die Transportwege kurz und das erworbene Wissen in der Region. Es war für uns zentral mit den Unternehmern auf Augenhöhe zu arbeiten. Faire Verträge und ein gutes Arbeitsklima spiegeln sich in der Ausstrahlung des Hauses.
Dies zeigt sich jetzt auch in der grossen Sympathie die uns von Nachbarn und der Gemeinde entgegenkommt. So haben sich die Unternehmer auch mit namhaften Beträgen an der Genossenschaft beteiligt.
Dies zeigt sich jetzt auch in der grossen Sympathie die uns von Nachbarn und der Gemeinde entgegenkommt. So haben sich die Unternehmer auch mit namhaften Beträgen an der Genossenschaft beteiligt.
Vielfalt
Als gemeinnützige Genossenschaft steht Entwicklung im Zentrum. Wir beschreiten neue Wege des Zusammenlebens und demokratischer Prozesse. Der Mehrgenerationenhaushalt ermöglicht Austausch und gegenseitige Hilfe. Da das Konzept und die Materialien den Anforderungen des Denkmalschutzes entgegenkam, können über 180m2 gemeinschaftlich genutzt werden. Auf eigene Initiative haben die Bewohnerinnen und Bewohner den Garten gestaltet und bauen Gemüse an.
Kontext
Die beiden einzigen, verbleibenden inneren Riegelwände wurden zu Tage geholt und bleiben sichtbar.
Die neue Trennwand, die als Tragwand das Haus in den unteren beiden Geschossen abstützt, kommt in den Dialog mit den alten Riegelwänden. Sie trägt die Mittelachse des Hauses. Die alten Geschossbalken bleiben bestehen. Das gesamte Holzwerk, die Mitteltragwand ausgenommen, wurde aus Mondholz erstellt, das im Winter 2022 am Bachtel geschlagen wurde.
Die neue Trennwand, die als Tragwand das Haus in den unteren beiden Geschossen abstützt, kommt in den Dialog mit den alten Riegelwänden. Sie trägt die Mittelachse des Hauses. Die alten Geschossbalken bleiben bestehen. Das gesamte Holzwerk, die Mitteltragwand ausgenommen, wurde aus Mondholz erstellt, das im Winter 2022 am Bachtel geschlagen wurde.
Genius Loci
Das denkmalgeschützte 250-jährige Zürcher Bauernhaus hat eine lange Geschichte. Es freut uns hier ein neues Kapitel aufzuschlagen. Kreisläufe zu entwickeln und zu schliessen. Materialien und Wissen zu beleben. Architektur zur Wiederverwendung zu nutzen und dadurch lokalen Austausch und Partizipation zu fördern. Nachbarn und Gemeinde wurden jederzeit in den Prozess eingebunden und freuen sich über dieses gelungene Projekt nachhaltiger Bauweise.
Schönheit
Ziel ist eine Baukultur die soziale Plastik schafft, Materialien und Raum die dies unterstützen. Beuys: „Mit allem, was der Mensch gestaltet und somit als eine geistige Leistung schöpferisch hervorbringt, gilt der Einzelne als gesellschaftsverändernd aktiv. Es freut uns, als Genossenschaft, dieses Projekt weiterzuentwickeln, es mit Leben zu füllen, Zusammenleben mitzugestalten.Mit diesem Mehrgenerationen Haushalt und der geteilten Wohnform entstand ein Konzept vollendeter Schönheit.
Eigenschaften
Ort
Riedstrasse 37, 8636 Wald Ried
Baukategorie (SIA 102)
Wohnen
Art der Aufgabe
Sanierung
Art des Verfahrens
Direktauftrag
Baukosten in CHF (SIA 416)
3,61 Mio
Geschossfläche in m² (SIA 416)
740 m2
Planung
2019 → 2024
Fertigstellung
2023 → 2025
Inbetriebnahme
2025
Einreichende | Projektbeteiligte
Bauherrschaft
Architektur
Thomas Furter
Architektur
Andere
Bauingenieurwesen
Andere