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Hauptsitz Energie 360°, Zürich

Copyright: ©Daisuke Hirabayashi
Das Bestandsgebäude von Energie 360° aus dem Jahr 2003 wurde behutsam weiterentwickelt und in eine moderne, flexible Arbeitswelt transformiert. Ziel war die Aufwertung des architektonischen Erscheinungsbildes und die Umgestaltung der Innenräume zu einer offenen, kollaborativen Bürolandschaft. Mit 330 Desksharing-Arbeitsplätzen bietet das Konzept ca. 400 Mitarbeitenden eine funktionale Arbeitsumgebung, ergänzt durch zentrale Begegnungszonen wie Personalrestaurant, Coffee Point und Marktplatz. Die Schliessung des ehemaligen Lichthofs stärkt den Baukörper und schafft eine identitätsstiftende Struktur, die zugleich Raum für zukünftige Entwicklungen eröffnet.
Der Hauptsitz nimmt in einem dynamisch wachsenden, gemischt genutzten Quartier zwischen Autobahn und Gleisraum eine prägnante städtebauliche Position ein. Zur Stärkung der Aufenthaltsqualität und der städtischen Einbettung wurde der Anteil öffentlich zugänglicher Freiräume erhöht. Der neue Haupteingang wird durch einen baumbestandenen Stadtgarten akzentuiert und belebt zugleich das Erdgeschoss. Eine Fassadenbegrünung aus klimaadaptiven Rankpflanzen entlang des Sockelbereichs schafft eine grüne Verbindung zwischen Aussenraum und Gebäude und wirkt als ökologischer sowie räumlicher Filter. Biodiversitätsfördernde Massnahmen verbessern das Mikroklima nachhaltig und stärken die ökologische Qualität des Quartiers.
Eine neue PV-Fassade verleiht dem Gebäude eine markante Identität und nutzt das energetische Potenzial optimal. Im Innenraum schaffen natürliche Materialien, gezielte Farbkontraste und Pflanzgruppen eine warme, strukturierte Arbeitsatmosphäre. Flexible Raumstrukturen, textile Vorhänge und akustische Massnahmen unterstützen unterschiedliche Arbeitsformen. Ergänzt durch energieeffiziente Gebäudetechnik und nachhaltige Energieversorgung entsteht ein zukunftsfähiger Unternehmenssitz, der den Wandel der Arbeitswelt sowohl widerspiegelt als auch zukünftig zulässt und zeitgemässe Arbeitskonzepte unterstützt.
Der Hauptsitz nimmt in einem dynamisch wachsenden, gemischt genutzten Quartier zwischen Autobahn und Gleisraum eine prägnante städtebauliche Position ein. Zur Stärkung der Aufenthaltsqualität und der städtischen Einbettung wurde der Anteil öffentlich zugänglicher Freiräume erhöht. Der neue Haupteingang wird durch einen baumbestandenen Stadtgarten akzentuiert und belebt zugleich das Erdgeschoss. Eine Fassadenbegrünung aus klimaadaptiven Rankpflanzen entlang des Sockelbereichs schafft eine grüne Verbindung zwischen Aussenraum und Gebäude und wirkt als ökologischer sowie räumlicher Filter. Biodiversitätsfördernde Massnahmen verbessern das Mikroklima nachhaltig und stärken die ökologische Qualität des Quartiers.
Eine neue PV-Fassade verleiht dem Gebäude eine markante Identität und nutzt das energetische Potenzial optimal. Im Innenraum schaffen natürliche Materialien, gezielte Farbkontraste und Pflanzgruppen eine warme, strukturierte Arbeitsatmosphäre. Flexible Raumstrukturen, textile Vorhänge und akustische Massnahmen unterstützen unterschiedliche Arbeitsformen. Ergänzt durch energieeffiziente Gebäudetechnik und nachhaltige Energieversorgung entsteht ein zukunftsfähiger Unternehmenssitz, der den Wandel der Arbeitswelt sowohl widerspiegelt als auch zukünftig zulässt und zeitgemässe Arbeitskonzepte unterstützt.












Copyright für die Fotografien: ©Daisuke Hirabayashi












Copyright für die Pläne / Schemata / Grafiken: ©jessenvollenweider
Texte Davos Kriterien (Selbstevaluation)
Gouvernanz
Die Projektentwicklung erfolgte in einem klar strukturierten, qualitätsgesicherten Prozess unter Federführung des Amts für Hochbauten der Stadt Zürich. Interdisziplinäre Fachplaner arbeiteten eng mit der Bauherrschaft Energie 360° zusammen. Entscheidungsgrundlagen wie Machbarkeitsstudien, Nutzeranalysen und Nachhaltigkeitsberichte stellten Transparenz, Fachkompetenz und langfristige Verantwortung sicher.
Funktionalität
Der Hauptsitz erfüllt seine Funktion durch eine flexible, nutzerorientierte Arbeitswelt mit Desksharing, Rückzugsräumen und vielfältigen Kommunikationszonen. Die Grundrissstruktur ermöglicht unterschiedliche Arbeitsformen und zukünftige Anpassungen. Gute Tageslichtverhältnisse, kurze Wege, klare Erschliessung und ein angenehmes Raumklima gewährleisten Komfort, Sicherheit und langfristige Gebrauchstauglichkeit.
Umwelt
Der konsequente Erhalt und die Weiterentwicklung des Bestands minimieren graue Energie und Ressourcenverbrauch. Photovoltaik an Fassade und Dach, erneuerbare Wärmeversorgung sowie effiziente Gebäudetechnik senken Emissionen im Betrieb. Entsiegelte Flächen, klimaadaptive Bepflanzung und Baumerhalt fördern Biodiversität, Hitzeminderung und ein verbessertes Mikroklima im Umfeld.
Wirtschaft
Die Transformation des Bestands stellt eine wirtschaftlich nachhaltige Lösung dar, die Investitions-, Betriebs- und Lebenszykluskosten reduziert. Die modulare Raumstruktur erlaubt Anpassungen ohne aufwendige bauliche Eingriffe. Langlebige Materialien, optimierte Flächeneffizienz und energetische Verbesserungen sichern Werterhalt, Betriebssicherheit und eine langfristige wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes.
Vielfalt
Das Projekt unterstützt soziale Vielfalt durch ein breites Angebot an Arbeits-, Begegnungs- und Aufenthaltsräumen. Unterschiedliche Arbeitsweisen, Tätigkeitsprofile und Bedürfnisse werden räumlich berücksichtigt. Der Marktplatz, das Personalrestaurant und der Stadtgarten fördern Austausch und Gemeinschaft, während Rückzugsräume Konzentration ermöglichen und ein inklusives, nutzerorientiertes Arbeitsumfeld schaffen.
Kontext
Der Hauptsitz reagiert sensibel auf den städtebaulichen Kontext zwischen Europabrücke, Gleisraum und Aargauerstrasse. Die neue Stadtklimafassade stärkt die Präsenz des Gebäudes im Stadtraum, während der Stadtgarten den Ort öffnet und adressiert. Bestehende Strukturen werden weiterentwickelt und tragen zur räumlichen Aufwertung des sich wandelnden Quartiers bei.
Genius Loci
Die Transformation bewahrt den industriell geprägten Charakter des Bestands und interpretiert ihn zeitgemäss weiter. Die Verbindung von Energieproduktion, Arbeitswelt und Freiraum macht den Ort identitätsstiftend und authentisch. Architektur, Materialität und Nutzung stärken die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Gebäude und verankern den Hauptsitz als prägnanten Ort.
Schönheit
Die architektonische Qualität zeigt sich in der präzise gestalteten PV-Fassade, die Energiegewinnung, Materialität und Erscheinung verbindet. Lichtführung, Raumproportionen und natürliche Materialien erzeugen eine ruhige, angenehme Atmosphäre im Innern. Aussen- und Innenräume bilden ein stimmiges Ensemble mit hoher ästhetischer und atmosphärischer Wirkung.
Eigenschaften
Ort
Zürich
Baukategorie (SIA 102)
Industrie und Gewerbe
Art der Aufgabe
Umbau
Art des Verfahrens
Wettbewerb
Beschaffungsform
Selektives Verfahren
Baukosten in CHF (SIA 416)
-
Geschossfläche in m² (SIA 416)
11’825 m2
Planung
2018 → 2024
Fertigstellung
2023 → 2024
Inbetriebnahme
2024
Einreichende | Projektbeteiligte
Bauherrschaft
Architektur
Landschaftsarchitektur
Kosten- und Terminplanung
Bauingenieurwesen
HLKS-Planung