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Der Prix SIA geht in die zweite Runde
03.11.2025
SIA

Bei der zweiten Durchführung des Prix SIA bleibt vieles gleich und einiges wird neu. Wie bereits vor zwei Jahren prämiert der SIA Werke, Produkte, Instrumente und Prozesse aus den Bereichen Bau, Technik und Umwelt, die zu einer nachhaltigen Gestaltung unseres Lebensraums beitragen. Die eingereichten Beiträge sollen herausragend und innovativ sein. Bewertet werden die Eingaben wieder mit dem «Davos Qualitätssystem für eine hohe Baukultur». Dabei ist Verantwortungsbewusstsein für die Baukultur und die Gesellschaft ebenso wichtig wie ein ganzheitliches, interdisziplinäres Denken und Handeln.

Einzigartiger Preis

Inhaltlich liegt der Fokus des Prix SIA auf der Interdisziplinarität – mehr als bei jeder anderen Auszeichnung der Branche. Der SIA ist überzeugt, dass die besten Projekte dann entstehen, wenn unterschiedliche Fachkräfte ihre jeweiligen Perspektiven von Beginn weg in ein gut funktionierendes Team einbringen. Genau für diese Interdisziplinarität steht der SIA in seinem täglichen Einsatz für eine hohe Baukultur. Als einziger Verband in der Bau- und Planungsbranche vereint er die vier Berufsdisziplinen Architektur, Bauingenieurwesen, Technik und Umwelt.Aus diesem gleichen Grund hat der Prix SIA – im Gegensatz zu vielen anderen Auszeichnungen – auch keine Kategorien. Denn es sollen nicht möglichst viele Projekte ausgezeichnet werden, sondern nachvollziehbar ausgeführt werden, warum die Jury ein einzelnes Projekt als auszeichnungswürdig beurteilt.

Drei Jurys

Die neunköpfige Fachjury, die den Prix SIA 2026 verleihen wird, ist vollständig neu besetzt worden. Mit Tivadar Puskas ist dieses Mal ein Bauingenieur Jurypräsident. Die Jury arbeitet wie bei der letzten Durchführung in zwei Schritten und bestimmt in der ersten Jury-Session die Shortlist. Unmittelbar vor dem Auszeichnungsanlass wählt sie den Prix SIA 2026, gewissermassen den Hauptpreis.Neu kommt beim Prix SIA 2026 eine weitere Jury hinzu, denn es wird zum ersten Mal ein Preis der Studierenden verliehen. In enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen für Technik und Architektur Freiburg sowie für Soziale Arbeit Freiburg wird Studierenden im Rahmen eines Semesterkurses das «Davos Qualitätssystem für Baukultur» nähergebracht. Mit diesem beurteilen sie in einer eigenen Jury alle eingereichten Beiträge und bestimmen ihr eigenes Siegerprojekt.

Hinter der dritten Jury steht wiederum das Publikum. Die baukulturell interessierte Öffentlichkeit wird eingeladen, auf der Webseite des Prix SIA aus allen eingereichten Projekten für ihre Favoriten zu stimmen. Diese Voten ergeben den Publikumspreis.Bei der Umsetzung des Preises steht der Dialog im Fokus. Alle Jurys bewerten sämtliche eingereichten Projekte anhand der Kriterien des Davos Qualitätssystem für Baukultur. Teile dieser Diskussionen werden der Öffentlichkeit nicht vorenthalten. So werden die Projekte der Shortlist wieder in öffentlichen Diskussionen – den Prix SIA Talks – debattiert. Neu werden sich dabei die Studierenden mit den Fachjuroren austauschen. Das Diskutieren anhand «Best Practice» hilft die Themen Nachhaltigkeit und hohe Baukultur sichtbar zu machen und besser zu verstehen. Es wird interessant sein, wie unterschiedlich – oder ähnlich – die drei Jurys die eingereichten Beiträge beurteilen.

Neuer Austragungsort, zahlreiche Partner

Die Jurierung und die Auszeichnungsfeier des Prix SIA finden jedes Mal in einer anderen Schweizer Stadt statt. 2024 wurde der Preis in Winterthur verliehen, 2026 findet die Durchführung in Freiburg statt. Die Hochschulen für Technik und Architektur HEIA-FR sowie für Soziale Arbeit HETS-FR fungieren hier als Academic Partner; espazium, der Verlag für Baukultur, als Medienpartner. Auf eine finanzielle Unterstützung darf der Prix SIA 2026 dank der Zusammenarbeit mit folgenden Partnern zählen: Zirkulit, SageGlass de Saint-Gobain, Amstein + Walthert Gruppe, Zumtobel und die Pensionskasse der technischen Verbände PTV. Weitere Partner sind in Verhandlung.Ab heute können Projekte eingereicht werden.