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Sanierung des denkmalgeschützten Hotel Kreuz in Romoos

Copyright: Michelle Felder Photography
Das Hotel Kreuz befindet sich im Herzen der UNESCO Biosphäre Entlebuch in der Gemeinde Romoos. 1906 im Schweizer Chalet-Stil erbaut, galt es als Sommer- und Kurhotel. Jahre später zählte man bereits Kurgäste aus Europa, Ägypten und Brasilien. Heute steht das Haus unter Denkmalschutz. Als Treffpunkt für Jung und Alt, Einheimische wie Gäste, spielt es eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben der Region. Das Gebäude wurde sorgfältig saniert und den heutigen Standards angepasst.
Das Projekt beinhaltete die unausweichliche Innenrenovation des Hotels, Gebäudetechnikmodernisierung, die statische Ertüchtigung des Tragwerks, den energetisch sinnvollen Ausbau des Estrichs, sicherheitsrelevante, barrierefreie Anpassungen und den Einbau eines Personenliftes. Sanitäre Anlagen wurden modernisiert, Gästezimmer wärme- und schalltechnisch saniert und alles den heutigen Brandschutznormen entsprechend angepasst.
Zur Wiederherstellung der Tragfähigkeit wurde die Ständer-Bohlenbauweise mit sparsam gewählten Verstärkungsmassnahmen ergänzt: Gebrochene Balken wurden ersetzt, neue Stützen sowie Dreischichtplatten zur Lastabtragung und Verbesserung der Horizontalstabilität eingefügt. Das originale Holztreppenhaus, die Korridore sowie die Gaststube wurden mit ihren von 100-jährigen Patina gezeichneten Oberflächen bewahrt. Im Festsaal sowie in mehreren Gästezimmern wurden die historischen Wand- und Deckenbekleidungen demontiert und wieder eingebaut, um den ursprünglichen Charakter des Gebäudes wiederherzustellen. In den restlichen Räumen ergänzen neue Holzbeplankungen das historische Ambiente auf adäquate Weise. Um den Schall- und Wärmeschutz zu erhöhen und den Energieverbrauch zu senken wurde die bisher nicht gedämmte Konstruktion dort gedämmt, wo die aufzunehmenden Lasten und der Denkmalschutz dies zuliessen.
Hier wurde baukulturelles Erbe nicht nur bewahrt, sondern Dank des Zusammenspiels aller beteiligten Fachdisziplinen in die Zukunft getragen.
Das Projekt beinhaltete die unausweichliche Innenrenovation des Hotels, Gebäudetechnikmodernisierung, die statische Ertüchtigung des Tragwerks, den energetisch sinnvollen Ausbau des Estrichs, sicherheitsrelevante, barrierefreie Anpassungen und den Einbau eines Personenliftes. Sanitäre Anlagen wurden modernisiert, Gästezimmer wärme- und schalltechnisch saniert und alles den heutigen Brandschutznormen entsprechend angepasst.
Zur Wiederherstellung der Tragfähigkeit wurde die Ständer-Bohlenbauweise mit sparsam gewählten Verstärkungsmassnahmen ergänzt: Gebrochene Balken wurden ersetzt, neue Stützen sowie Dreischichtplatten zur Lastabtragung und Verbesserung der Horizontalstabilität eingefügt. Das originale Holztreppenhaus, die Korridore sowie die Gaststube wurden mit ihren von 100-jährigen Patina gezeichneten Oberflächen bewahrt. Im Festsaal sowie in mehreren Gästezimmern wurden die historischen Wand- und Deckenbekleidungen demontiert und wieder eingebaut, um den ursprünglichen Charakter des Gebäudes wiederherzustellen. In den restlichen Räumen ergänzen neue Holzbeplankungen das historische Ambiente auf adäquate Weise. Um den Schall- und Wärmeschutz zu erhöhen und den Energieverbrauch zu senken wurde die bisher nicht gedämmte Konstruktion dort gedämmt, wo die aufzunehmenden Lasten und der Denkmalschutz dies zuliessen.
Hier wurde baukulturelles Erbe nicht nur bewahrt, sondern Dank des Zusammenspiels aller beteiligten Fachdisziplinen in die Zukunft getragen.

























Copyright für die Pläne / Schemata / Grafiken: Baumeler Partner AG
Copyright: Hotel Kreuz AG, Romoos (2023)
Texte Davos Kriterien (Selbstevaluation)
Gouvernanz
In enger Zusammenarbeit zwischen Eigentümerschaft, Architektur, Denkmalpflege, Gebäudeversicherung, Holzbauingenieurwesen und regionalen Unternehmern wurde ein ganzheitliches Sanierungskonzept erarbeitet, das die historische Identität des Hotels bewahrt. Dank transparenter Entscheidungsprozesse zwischen den Fachplanenden konnte flexibel auf Zielkonflikte und unerwartete Erkenntnisse im Sanierungsverlauf reagiert und passgenaue Lösungen gefunden werden.
Funktionalität
Das 120 Jahre alte Hotel wurde den sich wandelnden Bedingungen angepasst – sowohl im Design als auch in puncto Statik, Schall-/Wärmeschutz und Energieeffizienz. Dabei blieb das baukulturelle Erbe erhalten. Neue Fluchtwege, eine BMA und technische Erneuerungen im gesamten Gebäude machen das Hotel technisch zu einem für die Nutzenden sicheren Ort. Dank der Lage im Ortskern ist das Hotel gut zu Fuss und mit dem Velo erreichbar sowie rollstuhlgerecht zugänglich.
Umwelt
Durch die Sanierung wurde der Lebenszyklus des Gebäudes verlängert. Der Einsatz von altem und neuem Holz aus einheimischer Region reduziert graue Emissionen und speichert langfristig CO2. Die Materialien sind schadstofffrei, wurden weitestgehend wiederverwendet sowie Eingriffe nur dort vorgenommen, wo es nötig war. Sämtliche Bauteile wurden geschraubt und soweit möglich sortenrein in Holzbauweise erstellt, damit eine Wiederverwendung und ein Auseinanderbau jederzeit möglich ist.
Wirtschaft
Zur Stärkung der lokalen Wirtschaft wurden Planungs- und Ausführungsarbeiten an regional ansässige Unternehmen vergeben. Das Hotel profitiert langfristig von seiner Lage, eingebettet in die Natur und in unmittelbarer Nähe zu den öffentlichen Einrichtungen des Dorfes. Die attraktive Lage macht es zu einem beliebten Ziel für Tourismus sowie Sport- und Freizeitaktivitäten. Wiederum tragen die Hotelgäste einen wertvollen Beitrag zur regionalen Wirtschaft bei.
Vielfalt
Hotelgäste, Restaurantbesucher oder Veranstaltungsteilnehmerinnen: Das Hotel spricht Besuchende wie Einheimische an. Als Herberge, Arbeitsort, Konzertplattform und Treffpunkt fördert es eine gemischte Nutzung. Es spielt eine zentrale Rolle im sozialen, kulturellen und traditionellen Leben der Region und bietet Möglichkeiten zur Zusammenkunft, etwa im Festsaal oder der Gaststube – offen für eine durchmischte Nutzung unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft.
Kontext
Durch minimale Sanierungsmassnahmen wurde das Gebäude in einen stabilen Zustand versetzt, ohne den Ausdruck als bedeutenden Zeitzeugen ländlicher Architektur der Alpenregion zu verfälschen. Das charakteristische Erscheinungsbild des Gasthauses im Schweizer Chalet-Stil, mit Einflüssen des Jugendstils, u. a. durch kunstvoll geschnitzte Holzverzierungen an den Balkonen und Holzverkleidungen im Inneren, bleibt erhalten – integriert in ein modernes Design.
Genius Loci
Das Projekt «Zäme för üses Chrüz» basierte auf der gemeinsamen Vision, das Herzstückes von Romoos zu erhalten. Es hat den Stolz und den Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger gestärkt, indem alle mit individuellen Vereins- oder privaten Aktionen zum Gelingen beitragen konnten. Die Zimmer wurden mit Romooser Holz modernisiert sowie nach Themen gestaltet und benannt, die typisch romooserisch sind, z. B. Zyberliland, Napfgold, De Reinek und de Schryber (Romooser-Originale), Anziloch (Sagenzimmer).
Schönheit
Die Verbindung von Altem und Neuem, von Tradition und Moderne, schafft eine ästhetische Wirkung. Besonders die Verwendung des Naturmaterials Holz passt ideal zum ländlichen, ebenfalls naturverbundenen Charakter des Ortes. Diese harmonische Gestaltung fördert das Wohlbefinden der Gäste und trägt zur besonderen Atmosphäre des Hotels bei.
Eigenschaften
Ort
Romoos
Baukategorie (SIA 102)
Kultur und Geselligkeit
Art der Aufgabe
Sanierung
Art des Verfahrens
Direktauftrag
Baukosten in CHF (SIA 416)
6 Mio.
Geschossfläche in m² (SIA 416)
1'802 m²
Planung
2020 → 2024
Fertigstellung
2024 → 2025
Inbetriebnahme
2025
Einreichende | Projektbeteiligte
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