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Erweiterung Werkhof Worbboden

Copyright: Thomas Telley
Betriebsbauten prägen einen grossen Teil unserer gebauten Umwelt, bleiben jedoch im Diskurs um Baukultur oft unbeachtet. Die Erweiterung des Werkhofs UP AG in Worb versteht sich als Beitrag zur qualitätsvollen Weiterentwicklung solcher Infrastrukturbauten. Ziel war es, einen funktionalen Arbeitsort zu schaffen, der betriebliche Effizienz mit räumlicher Qualität und klarer architektonischer Haltung verbindet.
Der Neubau ergänzt eine bestehende Werkhalle mit Waschhalle sowie Büro- und Aufenthaltsräumen und führt deren architektonische Logik weiter. Das Prinzip des Weiterbauens bildet die Grundlage des Entwurfs: Konstruktion, Materialisierung und Massstäblichkeit knüpfen an den Bestand an und entwickeln ihn präzise weiter.
Im Zentrum der Erweiterung steht ein grosszügiger, über drei Geschosse reichender Luftraum. Er dient als Schulungshalle für den Umgang mit Hebebühnen und Staplerfahrzeugen und wird von Pausen-, Büro- und Schulungsräumen umgeben. Verglasungen schaffen vielfältige Sichtbezüge und fördern gleichermassen Orientierung, sowie die Verbindung von Theorie und Praxis. Der Raum wird so zum sozialen und funktionalen Mittelpunkt des Gebäudes.
Ein über mehrere Geschosse reichendes Rundfenster macht diese innere Nutzung nach aussen sichtbar und verleiht dem Bau eine prägnante Adresse. Während sich das Gebäude zur Strasse hin geschlossen zeigt, öffnet es sich mit grossen, transluziden Toren und einem weit auskragenden Vordach zum Werkhofareal. Dadurch entstehen wettergeschützte Arbeitsbereiche und klar gegliederte Betriebsabläufe.
Die einfache, robuste Konstruktion mit Sandwichpaneelen, grosszügigen Oberlichtern und einer Photovoltaikanlage steht für Langlebigkeit, Energieeffizienz und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Die Erweiterung fügt sich selbstverständlich in das gewerbliche Umfeld von Worb ein und zeigt, wie funktionale Zweckbauten räumliche Identität und architektonische Qualität entwickeln können.
Der Neubau ergänzt eine bestehende Werkhalle mit Waschhalle sowie Büro- und Aufenthaltsräumen und führt deren architektonische Logik weiter. Das Prinzip des Weiterbauens bildet die Grundlage des Entwurfs: Konstruktion, Materialisierung und Massstäblichkeit knüpfen an den Bestand an und entwickeln ihn präzise weiter.
Im Zentrum der Erweiterung steht ein grosszügiger, über drei Geschosse reichender Luftraum. Er dient als Schulungshalle für den Umgang mit Hebebühnen und Staplerfahrzeugen und wird von Pausen-, Büro- und Schulungsräumen umgeben. Verglasungen schaffen vielfältige Sichtbezüge und fördern gleichermassen Orientierung, sowie die Verbindung von Theorie und Praxis. Der Raum wird so zum sozialen und funktionalen Mittelpunkt des Gebäudes.
Ein über mehrere Geschosse reichendes Rundfenster macht diese innere Nutzung nach aussen sichtbar und verleiht dem Bau eine prägnante Adresse. Während sich das Gebäude zur Strasse hin geschlossen zeigt, öffnet es sich mit grossen, transluziden Toren und einem weit auskragenden Vordach zum Werkhofareal. Dadurch entstehen wettergeschützte Arbeitsbereiche und klar gegliederte Betriebsabläufe.
Die einfache, robuste Konstruktion mit Sandwichpaneelen, grosszügigen Oberlichtern und einer Photovoltaikanlage steht für Langlebigkeit, Energieeffizienz und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Die Erweiterung fügt sich selbstverständlich in das gewerbliche Umfeld von Worb ein und zeigt, wie funktionale Zweckbauten räumliche Identität und architektonische Qualität entwickeln können.










Copyright für die Fotografien: Thomas Telley





Texte Davos Kriterien (Selbstevaluation)
Gouvernanz
Das Projekt entstand in enger Abstimmung mit der Bauherrschaft und basiert auf einer langfristigen Entwicklungsstrategie des Werkhofs. Klare betriebliche Abläufe, Unterhaltskonzepte und Erweiterungsmöglichkeiten wurden früh definiert und architektonisch integriert.
Funktionalität
Die Erweiterung bündelt Schulung, Verwaltung und Aufenthaltsbereiche in einem kompakten Baukörper. Der zentrale Luftraum schafft Übersicht, Orientierung und Sicherheit bei gleichzeitiger räumlicher Grosszügigkeit und fördert interne Abläufe wie auch die Schulungsnutzung.
Umwelt
Grosszügige Oberlichter reduzieren den Kunstlichtbedarf, die Photovoltaikanlage erzeugt erneuerbare Energie. Die kompakte Bauweise und robuste Materialisierung stehen für Langlebigkeit und einen ressourcenschonenden Betrieb über den gesamten Lebenszyklus.
Wirtschaft
Eine einfache Konstruktion mit industriell gefertigten Bauteilen ermöglicht eine wirtschaftliche Erstellung und einen kosteneffizienten Unterhalt. Die Erweiterung nutzt bestehende Infrastruktur und stärkt betriebliche Synergien am Standort.
Vielfalt
Das Gebäude vereint Produktion, Schulung, Verwaltung und Aufenthalt unter einem Dach. Unterschiedliche Nutzergruppen – Mitarbeitende und externe Kursteilnehmende – begegnen sich räumlich selbstverständlich, ohne die Betriebsabläufe zu beeinträchtigen.
Kontext
Im Gewerbegebiet von Worb fügt sich der Bau in Massstab und Materialität in die bestehende Umgebung ein. Die Erweiterung stärkt den Standort als Arbeitsort und entwickelt die industrielle Typologie zeitgemäss weiter.
Genius Loci
Die Erweiterung nimmt den industriellen Charakter des Worber Gewerbegebiets auf und führt dessen Massstäblichkeit und Materialität selbstverständlich weiter. Zur Strasse hin zurückhaltend, öffnet sich der Bau zum Werkhof. So vermittelt er zwischen Arbeitswelt und angrenzenden Wohnquartieren und stärkt die Identität des Ortes als produktiven, aber eingebetteten Teil des Siedlungsgefüges.
Schönheit
Die architektonische Qualität liegt in der Klarheit der Konstruktion, der präzisen Proportionierung und im spannungsvollen Wechsel zwischen geschlossener Hülle und offenem Innenraum. Funktion, Raum und Ausdruck bilden eine selbstverständliche Einheit.
Eigenschaften
Ort
Worb
Baukategorie (SIA 102)
Industrie und Gewerbe
Art der Aufgabe
Neubau
Art des Verfahrens
Direktauftrag
Baukosten in CHF (SIA 416)
4.3 Mio
Geschossfläche in m² (SIA 416)
1'673
Planung
2021 → 2024
Fertigstellung
2024 → 2025
Inbetriebnahme
2025
Einreichende | Projektbeteiligte
Bauingenieurwesen
Elektroplanung
HLKS-Planung