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Areal Guggach

Copyright: Daisuke Hirabayashi
Einfache aber präzise gesetzte und architektonisch artikulierte Bauten bilden ein lose gefügtes Ensemble, das sich in alle Richtungen mit seiner Umgebung vernetzt. Die Reichhaltigkeit von Massstäben, Angeboten und Stimmungen in den Bauten und im Freiraum schafft beste Voraussetzung für das Einnisten von städtischem Leben. Die Komposition begrenzt den neuen Quartierpark, schützt ihn vor Lärm und bindet ihn zugleich an die bestehenden Freiräume an. Die Wohnscheiben drehen sich je nach Perspektive in die Hofwiesenstrasse hinein oder aus ihr heraus, so entsteht gegenüber der Tramhaltestelle ein kleiner baumbestandener Quartierplatz. Die Mietenden der 111 kostengünstigen Wohnungen begegnen sich in sorgfältig gestalteten Schwellen- und Gemeinschaftsräumen. Das Foyer der Schule öffnet sich, einer Bühne ähnlich, einladend zum Quartierpark . Hier starten die Kinder in ihre Schulwoche mit gemeinsamen Singen, lernen in den Freiluftklassenzimmern und geniessen ihre Pausen. Der Quartierpark wurde schnell zum beliebten Ort für Picknick, Sport und Spiel und das Biotop des renaturierten Bachs entwickelt sich zusehends. Im Vereinslokal treffen sich leidenschaftliche Gärtner:innen und das Kunst-Projekt «Radio Guggach» hat bestehende und neue Nutzende schon während der Bauzeit miteinander ins Gespräch gebracht.
Das aus drei Teilen (Schule, Park, Siedlung) bestehende Areal war als ganzheitlicher Wettbewerb ausgeschrieben und wurde von Beginn an kooperativ gedacht, entwickelt und als neuer Quartierbaustein mit dem Umfeld vernetzt. Die Gestaltung und Planung von Bauten und Freiräumen integriert auf eigenständige, positive und lustvolle Art relevante Fragen unserer Zeit hinsichtlich Klimawandel, (Bio-)Diversität, sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Konsequent wird in allen Bereichen ökologisch wie wirtschaftlich ressourcenschonend geplant.
Es ist ein Ensemble entstanden mit hohem Identifikationspotenzial, das schon heute fest im Quartierleben verankert ist.
Das aus drei Teilen (Schule, Park, Siedlung) bestehende Areal war als ganzheitlicher Wettbewerb ausgeschrieben und wurde von Beginn an kooperativ gedacht, entwickelt und als neuer Quartierbaustein mit dem Umfeld vernetzt. Die Gestaltung und Planung von Bauten und Freiräumen integriert auf eigenständige, positive und lustvolle Art relevante Fragen unserer Zeit hinsichtlich Klimawandel, (Bio-)Diversität, sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Konsequent wird in allen Bereichen ökologisch wie wirtschaftlich ressourcenschonend geplant.
Es ist ein Ensemble entstanden mit hohem Identifikationspotenzial, das schon heute fest im Quartierleben verankert ist.
























Copyright: Nikola Miloradovic
Texte Davos Kriterien (Selbstevaluation)
Gouvernanz
Der Architekturwettbewerb über alle drei Teilareale sichert Synergien und stadträumliche Qualität. Zukunftsweisende Fragen zu günstigem Wohnraum, Bauen im Lärm sowie zum ökologischen und sozialräumlichen Potenzial von Zwischenklimazonen werden lustvoll in den Projekten behandelt. Die transdisziplinäre Zusammenarbeit, Dialogveranstaltungen, ein Arealgremium, Mitwirkung der Bewohnenden im Betrieb, ein Kunstprojekt sowie die offenen Frei- und Schulräume stärken Teilhabe und soziale Vernetzung.
Funktionalität
Das neue Quartierzentrum vereint qualitätvoll eine hohe funktionale Dichte: Bildungsbauten, Wohnungen, Gemeinschaftsräume, Geschäfte, ein Café, der Park, Gärten und die Sportinfrastruktur sind räumlich vernetzt und gut zugänglich. Es entsteht zahlbarer Wohnraum für vielfältige Lebenssituationen. Die Low-Tech-Gebäude sowie das Zwischenklima des Schulatriums sind effizient, robust und kostengünstig konzipiert. Vernetzte Freiräume ermöglichen vielfältige Aktivitäten und Entwicklungsspielräume.
Umwelt
Ressourcenschonendes, hybrides und langlebiges Bauen mit CO2-optimiertem Beton, Holz und Naturstein sowie der geringe Flächenverbrauch pro Person reduzieren den ökologischen Fussabdruck. Biodivers gestaltete Freiräume mit renaturiertem Bach fördern Artenvielfalt. Robuste, standortgerechte Pflanzungen sichern eine pflegeleichte Nutzung. Das Zwischenklima des Schulatriums schärft das bewusste Wahrnehmen von Klima und Umweltbedingungen. Die autofreie Siedlung setzt voll auf Velomobilität und ÖV.
Wirtschaft
Alle Beteiligten verstehen Suffizienz als gestalterische und wirtschaftliche Chance. Ressourcen werden geschont und Kosten reduziert, ohne Qualität einzubüssen. Das Schulatrium bietet zusätzliche Nutzflächen ausserhalb des Dämmperimeters dank einfacher Konstruktion. Die aussergewöhnlich günstigen, gemeinnützigen Wohnungen kommen vielen Menschen zugute. Unterhaltsarme Konstruktionen und diverse Programme sichern die Wirtschaftlichkeit langfristig und schaffen Mehrwerte über den Perimeter hinaus.
Vielfalt
Anpassungsfähige Raumangebote und vielfältige Nutzungen richten sich an Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, kultureller Hintergründe und Lebensmodelle. Die funktionale Dichte mit vielen neuen Adressen stärkt die stadträumliche Vielfalt und Einbettung. Sorgfältig gestaltete Begegnungsräume und Schwellen tragen zur Entwicklung einer lebendigen Nachbarschaft bei. Niederschwellig nutzbare Freiräume sowie eine differenzierte Architektur unterstützen Aneignung, Austausch und Identifikation.
Kontext
Das Projekt tritt in einen differenzierten Dialog mit der bestehenden Quartierstruktur. Nutzungen aus der früheren Brache werden weiterentwickelt und lokale Akteure integriert. Das Nutzungsangebot schliesst funktionale Lücken im Quartier. Park, Familiengärten und Kunstprojekt laden die Nachbarschaft ein. Charakterstarke Architekturen bilden ein vielfältiges Ensemble. Städtebau, Freiraum und Innenräume sind kohärent abgestimmt und stärken Offenheit, Porosität und räumliche Bezüge.
Genius Loci
Das Projekt schafft Orte mit ausgeprägter Identität, die von Bewohnenden und Nutzenden aktiv angeeignet werden. Das Schulatrium wird als prägender sozialer Ort der Lernbiografie erlebt. Durch die manuell öffenbaren Schiebetore wird das lokale Klima Teil des Gebäudealltags. Die sichtbar integrierten Photovoltaikmodule der Wohnsiedlung erzeugen Stolz und Zugehörigkeit. Freiräume entwickeln sich über geplante Nutzungen hinaus zu lebendigen Alltagsorten.
Schönheit
Das Projekt entfaltet hohen atmosphärischen Reichtum durch gezielten Einsatz von Gestalt, Farbe und Material. Die Integration der PV-Module eröffnet einen produktiven gesellschaftlichen Diskurs über zeitgemässe Schönheit. Architektur wird nicht auf Vertrautes reduziert, sondern entwickelt neue ästhetische Ausdrucksformen aus drängenden Fragen unserer Zeit. Der Entdeckungsreichtum im Raum und die unterschiedlichen Gesichter der Bauten zur Stadt stärken Identifikation und kulturelle Bedeutung.
Eigenschaften
Ort
Hofwiesenstrasse 183/185/187/188/191, Wehntalerstrasse 109/111
Baukategorie (SIA 102)
Weitere
Art der Aufgabe
Neubau
Art des Verfahrens
Wettbewerb
Beschaffungsform
Selektives Verfahren
Baukosten in CHF (SIA 416)
95.5 Mio.
Geschossfläche in m² (SIA 416)
23`096
Planung
2018 → 2024
Fertigstellung
2021 → 2024
Inbetriebnahme
2024
Einreichende | Projektbeteiligte
Architektur
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