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Der Prix SIA beurteilt die eingereichten Projekte und Prozesse nach dem Davos Qualitätssystem für Baukultur. Die Einreichungen werden anhand der acht Kriterien Gouvernanz, Funktionalität, Umwelt, Wirtschaft, Vielfalt, Kontext, Genius Loci und Schönheit auf ihre Qualität hin überprüft.
Grund genug, bei den Jurymitgliedern nachzufragen, was sie unter dem Qualitätssystem und den Kriterien verstehen. Den Auftakt macht Jurypräsident Tivadar Puskas. Hören Sie sich die Audioaufnahme mit Tivadar Puskas an oder lesen Sie die Transkription:
«Der Prix SIA wird nach dem Davos Qualitätssystem für Baukultur bewertet. Es gibt acht Kriterien. Die reichen von der Qualität der Entscheidungsprozesse über die Funktionalität bis hin zur Umwelt. Es geht um Wirtschaftlichkeit, aber auch Vielfalt. Es geht um kontextuelles Planen, Denken und Bauen. Es geht darum, das Wesen des Ortes zu erfassen. Es geht aber auch um die Schönheit eines Gebäudes.
Ich bin überzeugt, dass zahlreiche der eingereichten Projekte viele Kriterien gut erfüllen werden – und dass einige diese sogar ausgezeichnet erfüllen werden, denn schliesslich kann nicht jedes Projekt in allen Bereichen gleich stark sein.
Es wird vielleicht Projekte geben, die durch ihre Schönheit bestechen, bei der Gouvernanz jedoch nicht diesen hohen Stellenwert erfüllen. Andere sind sehr funktional und ökonomisch, aber haben im Kontext etwas Bezug. So gilt es abzuwägen und zu gewichten.
Der Prix SIA ist ein gutes Mittel, die Davos Kriterien bekannter zu machen.»