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Medienmitteilung
11.06.2026
SIA

Rund 250 Personen sind heute, am 11. Juni 2026, ins Théâtre Équilibre nach Freiburg gereist, um der Preisverleihung des Prix SIA beizuwohnen. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) würdigt mit dieser Auszeichnung innovative und interdisziplinäre Projekte und Prozesse im Bereich der Baukultur, die zu einer nachhaltigen Gestaltung des Lebensraums Schweiz beitragen. Eingereicht wurden 183 Arbeiten aus dem Schaffensbereich von Schweizer Bau-, Technik- und Umwelt-Fachleuten – darunter Beiträge aus Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, Ingenieurwesen sowie Gebäudetechnik. Die Vielfalt und die hohe Qualität der Einreichungen bescherte den drei Jurys – Fachjury, Studierenden-Jury und Publikum – eine ebenso spannende wie anspruchsvolle Aufgabe. Umso aufschlussreicher waren die Diskussionen, die nicht nur die Jurierungsprozesse begleiteten, sondern auch bei der Preisverleihung wieder auflebten: «Um so unterschiedliche Projekte zu vergleichen, braucht es eine Betrachtung aus mehreren Perspektiven», erklärte Judit Solt, Chefredakteurin von espazium magazin, die durch den Abend führte. «Doch in der vielstimmigen Diskussion kristallisiert sich verblüffend deutlich heraus, welchen Projekten eine hohe Baukultur inhärent ist.» 

Drei Jurys, drei Gewinnerprojekte

Gastgeberin der zweitägigen Jurysitzung von Anfang Februar war die Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR). Die Fachjury hat die eingereichten Projekte nach den acht Kriterien des Davos Qualitätssystems für Baukultur beurteilt und sechs Projekte auf eine Shortlist gesetzt. Erst heute, wenige Stunden vor der Preisverleihung, hat sich die Fachjury final entschieden: Der «Prix SIA 2026» geht an Forêt urbaine du quartier de l’Étang in Vernier (GE). Jurypräsident Tivadar Puskas lobt die Arbeit: «Auf einer urbanen Restfläche wurde der Wert der bestehenden Naturelemente erkannt und mit sensiblen Massnahmen ein nachhaltiger Lebens- und Erholungsraum geschaffen, dessen Strahlkraft weit über die Parzellengrenze hinausgeht.» 

Auf Anregung des SIA fand ein einsemestriges Modul für die Studierenden-Jury statt, das gemeinsam von den Studiengängen Architektur und Bauingenieurwesen der HTA-FR, vom Joint Master of Architecture und vom Masterstudiengang Soziale Arbeit der Fachhochschule Westschweiz (Lausanne) organisiert wurde. Die 16 eingeschriebenen Studentinnen und Studenten arbeiteten ebenfalls mit dem Davos Qualitätssystem für Baukultur, das sie auf den Jurierungsprozess vorbereitete. Wie die Fachjury definierte auch die Studierenden-Jury eine Shortlist mit sechs Projekten, aus denen sie ihr Gewinnerprojekt bestimmten: Gässli 5, in Grabs (SG), machte bei den Studierenden das Rennen. «Gässli 5 ist ein eindrucksvolles Beispiel für den Erhalt historischer Bausubstanz und sozialer Netzwerke im ländlichen Raum», so begründeten die Studierenden unter anderem ihre Wahl. Der Semesterkurs an der HTA-FR war ein pädagogisches Experiment, das sowohl Teilnehmende wie auch Lehrbeauftragte als grossen Erfolg beurteilten. Die Studierenden entwickelten ihren eigenen Bewertungsprozess, erprobten Formen der gemeinsamen Entscheidungsfindung und lernten, ihre Meinung in einem interdisziplinären Gremium zu verteidigen.

Über den dritten Preis entschied das Publikum: Während der vergangenen sechs Wochen konnten Interessierte für ihre drei Favoriten online abstimmen. Mehr als 1800 Personen beteiligten sich am Voting und zeichneten Mobilis in Mobili in Lugano mit dem Publikumspreis aus. 

Hohe Baukultur und Nachhaltigkeit

SIA-Präsidentin Susanne Zenker bedankte sich an der Preisverleihung bei den Partnern SageGlass, Zirkulit Baustoffe, Zumtobel Group, Amstein+Walthert, Création Baumann und der Pensionskasse der Technischen Verbände PTV, welche die diesjährige Durchführung unterstützten. Darüber hinaus bedankte sie sich bei der Fachjury, der HTA-FR, den Studierenden und allen, die online gewählt hatten. Einen besonderen Dank richtete Zenker an die interdisziplinären Teams, die ein Projekt beim Prix SIA 2026 eingereicht hatten und sagte: «Nicht nur die Siegerprojekte, sondern alle 183 eingereichten Projekte sind wertvolle Beiträge. Der Prix SIA zeigt, wie wir uns für eine hohe Baukultur und die nachhaltige Gestaltung unseres Lebensraums einsetzen.

Über die Auszeichnung

Alle Informationen zum Prix SIA und den eingereichten Projekten sind auf prixsia.ch zu finden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Ivo Vasella, Leiter Steuerungsgruppe Prix SIA
Tel.: 079 676 70 17; E-Mail: ivo.vasella@sia.ch 

Barbara Angehrn Saiki, Mediensprecherin Deutschschweiz
Tel.: 044 283 15 91; E-Mail: barbara.angehrn@sia.ch